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4. November 2008
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Aufrufe: 4047
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Antireflexionsschicht verbessert Solarzellen
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Nachführsysteme werden für
effiziente Solaranlagen überflüssig
Troy - Forscher am Rensselaer Polytechnic Institute (RPI)
http://www.rpi.edu haben eine
nanostrukturierte Antireflexionsbeschichtung für Solarzellen entwickelt, die
einen deutlichen Forschritt in der Solarenergiegewinnung verspricht. Denn mit
beschichteten Solarpanels könnte ein größerer Teil des einfallenden Sonnenlichts
genutzt werden - und das unabhängig vom Einfallswinkel. "Diese Entwicklung ist
durchaus sinnvoll und interessant", kommentiert Thomas Mayer, tätig im
Fachgebiet Oberflächenforschung an der Technischen Universität Darmstadt
http://www1.tu-darmstadt.de/surface.
"Um die beste Effizienz bei der Solarstromgewinnung zu erreichen, soll eine
Solarzelle praktisch jedes einfallende Photon absorbieren und das unabhängig vom
Stand der Sonne", erklärt RPI-Physikprofessor Shawn-Yu Lin den Hintergrund der
Entwicklung. Eine unbehandelte Siliziumsolarzelle absorbiert nur 67,4 Prozent
des einfallenden Sonnenlichts, während der Rest schon an der Oberfläche durch
Spiegelung verloren geht. Mit der nanotechnologischen Beschichtung werden
hingegen 96,21 Prozent des einfallenden Lichts absorbiert. So gewaltig, wie es
zunächst klingt, ist der Gewinn zwar nicht. "Auch aktuelle kommerzielle Systeme
nutzen bereits Beschichtungen", betont Mayer. Allerdings seien die Angaben der
RPI-Forscher über ihre Entwicklung immer noch beeindruckend.
Ein Grund dafür ist, dass die Beschichtung eine hohe Absorption in einem breiten
Wellenlängenbereich bietet. Besonders wichtig ist aber die Tatsache, dass die
Entwicklung von Lins Team die hohe Lichtausbeute unabhängig vom Einfallswinkel
verspricht. "Bisher nutzen wirklich effiziente Solarenergieanlagen
Nachführsysteme", erklärt Mayer. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das
Licht möglichst exakt senkrecht auf die Solarzellen fällt, da dann die
Reflexionsverluste am geringsten sind, so der Wissenschaftler. Eben solche
Nachführsysteme könnten durch ihre Entwicklung überflüssig gemacht werden,
glauben die Forscher am RPI. Damit würden auch entsprechende Kosten für
Anschaffung, Betrieb und Wartung wegfallen.
Die neuartige Antireflexionsbeschichtung ist aus insgesamt sieben Lagen
aufgebaut, die je 50 bis 100 Nanometer dick sind. Sie bestehen aus Nanoröhren
aus Silizium- und Titandioxid, die schiefwinkelig angeordnet sind. Lin zufolge
ist die Beschichtung für fast alle photovoltaischen Materialien geeignet, die in
Solarzellen zum Einsatz kommen. Ein Beitrag über die Forschungsarbeit wurde in
der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Optics Letters veröffentlicht. (pressetext.deutschland)
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