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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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7. November 2008
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Aufrufe: 938
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Gründächer senken Feinstaub um ein Fünftel
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Pflanzenblätter und poröses
Substrat filtern Staub aus der Luft
Wien - Mit den ersten kalten Tagen, an denen die
Heizungen in Betrieb gehen, beginnt auch die jährliche Feinstaub-Saison. "Im
Kampf gegen diesen Staub spielen Gründächer eine wichtige Rolle", sagt Gerold
Steinbauer vom Verband für Bauwerksbegrünung
http://www.gruendach.at. Die Pflanzen wie auch ihr poröser Substratuntergrund
filtern den für den Menschen schädlichen Staub und binden ihn, langfristig
könnte dadurch eine Reduktion um 20 Prozent erreicht werden.
Dass Pflanzen Abgase filtern, ist lange bekannt. Studien des deutschen
Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen zeigen, dass über
innerstädtischen Parks oder Alleestraßen weniger Staub auftritt. Das gleiche
Filterprinzip geschieht auch bei Gründächern. Der Feinstaub setzt sich auf
Gräsern, Büschen und Grün ab und wird vom Regen in den Boden gewaschen, wo er
den Pflanzen als Dünger wertvolle Dienste leistet. Auch das auf Gründächern
eingesetzte Substrat - in der Regel eine Mischung aus Ziegelsplitt, Sande und
Komposten - kann durch seine kleinen Poren Feinstaub aufnehmen und verarbeitet
diesen. "Bei glatten Dächern wird der Staub hingegen mit dem nächsten Wind
wieder hochgewirbelt", so Steinbauer.
Das Potential für Gründächer ist hoch, genutzt wird es noch wenig. "Täglich wird
eine riesige nutzlose Fläche von unbegrünten Dächern gebaut", kritisiert
Steinbauer. Dabei liegen für ihn die Vorteile eines Gründachs auf der Hand: "Auf
lange Sicht rentiert sich ein begrüntes Dach auch ökonomisch, denn es kann die
Lebensdauer einer Dachabdichtung sogar verdoppeln." Daneben sei ein Gründach
durch seine Funktion als Wasserspeicher und durch den zeitverzögerten
Wasserabfluss auch ein wirksames Mittel gegen Überschwemmungen.
Feinstaub-Experte Manfred Neuberger vom Institut für Umwelthygiene der
Medizinischen Universität Wien
http://www.univie.ac.at/umwelthygiene bestätigt die
staubbindendende Wirkung von Gründächern. Sie sei im Sommer am stärksten, da
hier die meisten Pflanzen Blätter tragen. Zur Senkung der Feinstaubkonzentration
sei die Verhinderung seiner Entstehung vorrangig, es bedürfe jedoch auch
Maßnahmen zur Bindung des bereits existierenden Staubs.
Feinstaub entsteht bei allen Verbrennungsprozessen in Industrie, Haushalt und
Straßenverkehr. Gefährlich ist er deshalb, da seine Partikel ungefiltert in die
Lunge gelangen und unter anderem Allergien, Asthma, Atemwegsbeschwerden und
Lungenkrebs begünstigen. EU-weit gilt ein jährlicher Feinstaub-Grenzwert von 40
Mikrogramm pro Kubikmeter, den die Politik in Bedarfsfall durch Maßnahmen zur
Reduktion des Straßenverkehrs oder durch Tempolimits zu erreichen versucht.
(pressetext.austria)
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