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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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4. September 2008
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Aufrufe: 727
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Sahara-Forest-Projekt: Energiegewinnung und Wüstenbegrünung
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Architekten planen
Solarkraftwerk mit Glashäusern für Nahrungsmittel
London - Große Gewächshäuser, in denen Pflanzen mit
entsalztem Meerwasser bewässert werden, und dazu große Solaranlagen, die
sauberen Strom herstellen - das klingt wie ein Traum. Ein britisches Team aus
Architekten und Technikern will diese Art der Energie- und Landgewinnung nun in
trockenen Wüstengebieten Wirklichkeit werden lassen. Das Sahara-Forest-Project
soll die Wüste zu einem ertragreichen Garten machen und dazu noch Strom und
Süßwasser liefern, berichtet der Guardian in seiner Ausgabe. Die Experten sind
auf der Suche nach geeigneten Partnern.
"Im Prinzip sind die Bestandteile des Projekts nichts Neues", meint der
Architekt Michael Pawlyn von Exploration Architecture
http://www.exploration-architecture.com, der an dem Projekt mitarbeitet, im
pressetext-Interview. Neu sei bloß die Idee, das alles unter einem Hut zu
bringen. "Das Sahara-Forest-Projekt ist nichts anderes als eine Hochzeit zweier
Technologien, die zur Anwendung kommen. Die konzentrierte Solarenergie sowie das
Seawater Greenhouse", so Pawlyn. Bei der so genannten Concentrating Solar Power
(CSP), die sich besonders für aride Regionen eignet, wird Wasser über Spiegel
erhitzt, und treibt dann eine Turbine an. Ein Beispiel der Technologie gebe es
etwa in Las Vegas, das Nevada Solar 1. Die zweite Technologie, die zum Einsatz
kommen soll, heißt Seawater-Greenhouse
http://www.seawatergreenhouse.com. Dabei wird der natürliche Wasserkreislauf
in Miniaturformat nachgebaut. "Beim Seawater-Greenhouse wird die Funktionsweise
üblicher Treibhäuser umgekehrt. Es erlaubt durch Kühlung den Anbau von Gemüse
und Obst in Regionen, in denen normalerweise nichts gedeiht", erklärt Pawlyn.
Zudem gewinnt man über die Verdunstung Süßwasser. Im kleineren Maßstab habe man
im Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und auf Teneriffa bereits solche
Anlagen errichtet.
Sinnvoll wäre die Errichtung einer 10-MW-Solaranlage mit einer Anbaufläche von
zehn Hektar. Das wäre die kleinste denkbare Variante. "Die Kosten dafür belaufen
sich auf rund 80 Mio. Euro", so Pawlyn. Das sei relativ günstig. "Wie gesagt
sind beide Technologien bereits marktfähig, daher bleiben die Kosten
verhältnismäßig gering." Standorte für die Errichtung solcher Großanlagen, die
dann Strom über Hochspannungsleitungen auch nach Europa liefern, gibt es nach
Ansicht der Experten genug. Sehr günstig wären auch Standorte, die an leichten
Depressionen liegen, da das Anpumpen des Meerwassers dann entfallen würde.
Nach Berechnungen der Experten fällt bei einer solchen Anlage fünf Mal so viel
Wasser an, als zur Bewässerung der Pflanzen in den Gewächshäusern nötig ist. Das
Wasser könne etwa zur Reinigung der Solarspiegel verwendet oder auch an die
Umwelt abgegeben werden. "Eine Möglichkeit wäre auch das Anpflanzen von
genügsamen Gewächsen wie etwa Jatropha-Arten, deren Samen Öl produzieren, das zu
den effektivsten technisch nutzbaren Pflanzenölen der Welt gehört", so der
Experte. Pawlyn war auch maßgeblich an der Errichtung des Eden-Garden
http://www.edenproject.com
in Cornwall beteiligt. (pressetext.austria)
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