|
|
Home NEU
Home
Aktuelle Heftausgabe
Adressen
Kalender
Bücher
Themen & Texte
Videos
Lexikon
Links
Services
Abo-Service
Inserieren
Mediadaten
Kontakt
Impressum
Login
|
|
Neuigkeiten
aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
|
|
Warning: A non-numeric value encountered in /www/htdocs/bewusste/news.php on line 127
25. August 2008
|
Aufrufe: 4068
|
|
|
|
Hälfte aller Diabetes-Amputationen vermeidbar
|
|
|
[Home]
--> [News-Archiv]
|
|
|
Experten kritisieren
vorschnelle Radikaloperationen
Heidelberg - "Jährlich werden in Deutschland knapp
40.000 Diabetes bedingte Amputationen vorgenommen - nur die Hälfte ist jedoch
wirklich notwendig", meint Wolfram Wenz, leitender Oberarzt an der
Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. "In einigen
Fällen wird bereits nach einem Jahr bei Diabetespatienten ein Fuß amputiert,
obwohl mit etwas Geduld und Einsatz dieser durchaus zu retten wäre", beklagt der
Spezialist für rekonstruktive Fußchirurgie. Den Grund dafür sieht er darin, dass
es zu wenig Spezialärzte für das Thema diabetisches Fußsyndrom in Deutschland
gibt. "Oftmals kümmern sich in den Kliniken Internisten um Diabetiker, die nicht
immer das absolute Fachwissen um die Komplexität der Thematik haben", meint
Wenz. Ein ähnliches Bild zeichnet auch Eckhard Müller, Sprecher der
Arbeitsgemeinschaft diabetischer Fuß
http://www.ag-fuss-ddg.de : "Einige Ärzte sind einfach zu ungeduldig und können den
Heilungsprozess nicht abwarten. Das ist ein ernsthaftes Problem."
In einer Erhebung konnte Wenz nachweisen, dass circa 36 Prozent der
Diabetiker nach der ersten Amputation binnen eines Jahres versterben und rund
die Hälfte innerhalb der nächsten drei Jahre. Nach fünf Jahren lebt nicht einmal
mehr jeder dritte Amputationspatient. "Der Grund dafür dürfte sein, dass eine
Amputation für die Betroffenen der Anfang vom Ende ist und sie sich innerlich
aufgeben", sagt Wenz. Dazu komme, dass nach einer Fuß- oder Beinamputation das
verbleibende Bein viel stärker belastet wird. Dadurch würde bei rund 50 Prozent
der Beinamputierten binnen der nächsten vier Jahre auch das zweite abgenommen
werden. "Durch die Amputationen sind die Patienten nicht mehr in der Lage,
alleine für sich zu sorgen und landen in der Vielzahl in Pflegeheimen", führt
Wenz aus. "Da kann doch kaum noch von einer Erleichterung für die Patienten
gesprochen werden."
Wenz plädiert dafür, statt auf Amputationen auf vorbeugende Maßnahmen und
Gliedmaßen erhaltende Operationen zu setzen. Dazu gehört auch eine genaue
Beobachtung des eigenen Körpers. "Das Problem bei Diabetikern ist, dass sie
oftmals gar nicht mitbekommen, dass sie eine Wunde haben", sagt Michael Stumvoll,
Experte für Diabetes an der Universität Leipzig. Denn
neben einem Verschluss der Gefäße kommt es zudem zu einer Nervenerkrankung,
wodurch die Patienten kein Gefühl mehr in Fuß oder Bein haben. "Dann reicht
schon ein nicht bemerktes Taschentuch im Schuh aus, dass sich eine Blase unter
dem Fuß bildet und diese kann sich bei Nichtbehandlung entzünden", so Stummvoll.
Auch Müller appelliert an die Patienten. Diese müssten anfangen zu verstehen,
dass sie auch mit kleinsten Verletzungen zum Arzt gehen sollten. "Aus Bagatellen
kann sich bei Diabetikern ganz schnell eine große Entzündung entwickeln", so
Müller.
Wenz und sein Team konnten in den vergangenen Monaten bei einer Vielzahl von
Patienten Füße retten, die von anderen Ärzte amputiert werden sollten. "Wir
trauen uns vielleicht mehr zu als andere Kollegen. Eine Fußoperation ist für
mich, wie in mein Wohnzimmer zu gehen", erklärt Wenz selbstbewusst. Bei ihrer
Methode entfernen die Heidelberger Ärzte nicht den ganzen Fuß, sondern nur den
entzündeten Knochen und lassen Nervenbahnen im Inneren des Fußes stehen. "Dann
wird der Knochen durch Teile der eigenen Beckenschaufel ersetzt und durch
Schrauben fixiert", erläutert Wenz.
Hoffnung darauf, dass es erst gar nicht zu Entzündungen kommt, macht ein
britisches Forschungsergebnis. Wissenschaftler der Universität Bristol fanden
ein Protein, das dafür verantwortlich gemacht wird, dass der Wundverschluss
langsamer vorangeht. Sie hoffen, daraus in einigen Jahren
ein wirksames Medikament entwickeln zu können. (pressetext.austria)
|
Home
Nachrichten-Überblick
|
|
|
©2026 Bewusst Sein - optimiert für Firefox mit Bildschirmauflösung 1024x768px
|