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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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28. Mai 2008
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Aufrufe: 916
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Kakao verbessert Gefäßfunktion bei Diabetikern
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Enthaltene Flavanole
steigern Dehnbarkeit der Arterien
Aachen - Obwohl Kakao und Schokolade auf dem
Ernährungsplan von Diabetikern nicht vorgesehen sind, scheinen bestimmte
Inhaltsstoffe, die sogenannten Flavanole einen positiven Effekt auf den
Zustand ihrer Arterien zu haben. Das berichten Mediziner der RWTH Aachen
http://www.rwth-aachen.de im Journal of the American College of
Cardiology
http://content.onlinejacc.org. Nachdem Probanden mit einem stabilen
Diabetes mellitus Typ 2 über einen Monat täglich mehrmals täglich ein
speziell angemischtes Kakaogetränk zu sich genommen hatten, verbesserten
sich ihre Gefäßfunktionen von einem kritischen zum Niveau eines Gesunden.
Dabei sei der beobachtete Effekt dem ähnlich gewesen, der durch
medikamentöse Behandlung erreich wird.
Als Folge der Diabetes-Erkrankung und hoher Blutzuckerspiegel können
Gefäßschäden oder Verkalkungen entstehen, sodass der Blutfluss gestört das
Entstehen von Nierenerkrankungen oder Herzinfarkten begünstigt wird.
"Medikamentöse Behandlungen allein können oft nicht vor den Komplikationen
von Diabetes schützen, die mit Artherosklerose und kardivaskulären
Erkrankungen einhergehen", sagt Malte Kelm, Studienautor und Leiter der
Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Angiologie in Aachen. Deshalb müsse
man auch die Auswirkungen von Lebensstiländerungen überprüfen. Zu diesem
Zweck verabreichten Kelm und seine Mitarbeiter 41 Personen in einer
doppelblinden Studie über einen Zeitraum von 30 Tagen zwei unterschiedliche
Kakaomischungen. Davon enthielt eines 321 mg Flavanol, das andere eine
handelsüblichere Menge von 25 mg. Drei mal täglich sollten die Teilnehmer
das Getränk zu sich nehmen. Ihre Arterienfunktion wurde vor und zwei Stunden
nach dem Kakaokonsum gemessen. Die Überprüfung wurde am achten und 30.
Studientag wiederholt.
Anhand einer speziellen Ultraschallmethode, des nicht-invasiven
Brachialis-Ultraschalls (flow mediated dilation), konnte die Dehnbarkeit der
Arterien festgestellt werden, wenn ein höherer Bedarf an Blut, Sauerstoff
oder Nährstoffen im Körper besteht. Bei gesunden Menschen können sich
während dieser Untersuchung die Arterien im Durchmesser um 5,2 Prozent
weiten. Die untersuchten Diabetiker lagen im Mittel bei einem Wert von 3,3
Prozent vor Beginn der Studie. Bereits zwei Stunden, nachdem sie das hoch
flavanolhaltige Getränk zu sich genommen hatten, lag der Wert bereits bei
4,8 Prozent. Im Laufe der Zeit hätten sie diese Befunde weiter verbessert.
Zu Abschluss der Studie nach einem Monat hatten sich die Werte auf 4,1
Prozent vor und 5,8 Prozent nach dem Kakaogenuss gesteigert. Bei den
Probanden, die die normale Mischung erhalten hatten, zeigte sich hingegen
keine Verbesserung.
Kelm vermutet, dass die Flavanole im Kakao die Produktion von
Stickstoffmonoxid in den Endothelzellen erhöhen, was wiederum den Arterien
signalisiert sich bei gesteigertem Blutfluss zu entspannen und zu öffnen.
Dennoch warnte Kelm Diabetiker sich daheim mit Kakao zu therapieren. Von
einer Empfehlung müsse man absehen, da höherer Schokoladen- oder Kakaokonsum
den Blutzuckerspiegel unkontrolliert anschwellen lassen kann. Denn nicht der
Kakao an sich, sondern nur ein ganz bestimmter Bestandteil, könne diese
gefäßschützende Wirkung ausführen. Zudem sei in den handelsüblichen
Kakaosorten nur ein Bruchteil der Menge an Flavanol enthalten, die bei den
Studienteilnehmern zur verbesserten Arterienfunktion geführt hatte, dafür
aber umso mehr Zucker. Neben der Schokolade sind aber auch Tee, Rotwein und
bestimmte Obst- und Gemüsesorten Lieferanten für Flavan. (pressetext.austria)
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