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18. Mai 2008
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Aufrufe: 4052
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Wolkenkratzer als Hightech-Gewächshäuser geplant
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Früchte und Gemüse sollen
direkt beim Verbraucher erzeugt werden
Berlin - Um mit der wachsenden Weltbevölkerung
Schritt zu halten, suchen Agrarexperten nach neuen Wegen um platzsparend
Nahrungsmittel zu produzieren. Ein Konzept, das leerstehende Bürohochhäuser
in Manhattan als Gemüsefarmen vorsieht, hat Dickson Despommier vorgelegt.
Der Professor für Umweltforschung an der Columbia-Universität sieht dies als
eine Möglichkeit, platzsparend und nahe am Konsumenten Gemüse und Früchte
anzubauen. Auch Tierhaltung kann sich der Wissenschaftler in einem Hochhaus
vorstellen, berichtet die Zeitung "Die Welt".
Die Glasfronten von Bürohochhäusern, ihre Klima- und Sprinkleranlagen sowie
Wasser- und Abwasserleitungen könnten für die neuartige Nutzung einbezogen
werden. Lediglich 84 Mio. Dollar soll durch Verwendung vorhandener
Strukturen ein derartiger Umbau kosten. Heizkosten können gespart werden,
indem anfallende Pflanzenreste gehäckselt, über die Müllschluckerleitung in
die Kellerräume befördert und zu Pellets verarbeitet werden. Die
verbrauchernahe Produktion hilft außerdem Transportkosten zu sparen. Ein
30-stöckiges Hochhaus könnte 35.000 Menschen mit Gemüse und Früchten
versorgen.
Auch Tierzucht hält Despommier in derartigen Agrartürmen für möglich. Hühner
und Schweine könnten in den unteren Etagen gehalten und mit Pflanzenresten
aus den oberen Stockwerken gefüttert werden. Der Dung der Tiere könnte
wiederum auf den höher gelegenen Anbauflächen als Dünger verwendet werden.
So entstünde ein geschlossener Kreislauf. Mit dieser technischen
Herausforderung befasst sich sogar die NASA, die schon lange daran forscht,
wie ein annähernd geschlossenes Ökosystem aufgebaut sein muss, um
Astronauten mit Sauerstoff, Wasser und Grundnahrungsmitteln zu versorgen. (pressetext.deutschland)
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