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US-Forscherteam entwickelt
Nutzungsmethoden
Argonne, Illinois - Wasserstoff - als alternatives
Antriebsmittel zu Benzin und Diesel - aus Algen zu gewinnen ist das Ziel eines
Forschungsteams im Argonne National Laboratory des US-Umweltministeriums
http://www.anl.gov unter
Leitung des Chemikers David Tiede. Einige Algenarten tragen das Enzym
Hydrogenase in sich, das aus positiv geladenen Wasserstoffionen kleine Mengen
molekularen Wasserstoffs produzieren kann. "Wir glauben, dass es ein
fundamentaler Vorteil ist, Wasserstoff als regenerativen Brennstoff
photosynthetisch herzustellen", so Tiede. Dieser Vorgang sei im Vergleich zur
Herstellung von Ethanol aus Getreide thermodynamisch wesentlich günstiger
einzuschätzen, da zur Wasserstoffgewinnung aus Algen keine weitere künstliche
Energiezufuhr benötigt werde.
Tiede und sein Team suchen derzeit eine Möglichkeit, jenen Teil des
Hydrogenase-Enzyms zu isolieren, der Wasserstoff produziert, und den
Photosyntheseprozess in Gang zu bringen, um so größere Mengen an Wasserstoff zu
erhalten. "Die Biologie macht es möglich, aber sie macht es so, dass es nur eine
Ausbeute von fünf bis zehn Prozent gibt. Das ist das Problem", erklärt der
Chemiker. Man versuche daher in Zusammenarbeit mit Experten der University of
Illinois in Champaign-Urbana
http://www.uiuc.edu technologische Wege zu finden, den Katalysator aus der
Hydrogenase zu extrahieren und diesen in das photosynthetische Proteingerüst
einzubauen.
Gegenüber der Gewinnung von Ethanol durch Fermentation von Mais und Zuckerrohr
sehen die Forscher bei der Wasserstoffgewinnung mittels Algenzucht auch
ökologische Vorteile. So sei der Anbau von Algen in einem mobilen geschlossenen
System, sogenannten Wasserstoffbioreaktoren, nahezu überall möglich, auch in
trockenen Gebieten oder auf Dächern. Überdies gehe die Nutzung von Algen als
Kraftstofflieferant nicht zulasten der Lebensmittelindustrie und des
Bodenangebotes, wie es beim Ethanol der Fall sei. Die Forschung befindet sich
laut Tiede aber noch in der Anfangsphase. (pte.at)
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