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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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9. Februar 2008
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Aufrufe: 4072
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Schwimmendes Flusskraftwerk macht Stromerzeugung billiger
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Weiterentwicklung der
Stömungswandler-Schraube
Leipzig - Es soll das erste fischökologische
Laufwasserkraftwerk der Welt werden, das in wenigen Monaten in Sachsen-Anhalt in
Betrieb gehen wird. Das F-LWK 5-300 kW ist das erste Kraftwerk, mit dem man
gleichzeitig die Gesamtheit der künstlichen und natürlichen Fließgewässer der
Erde energetisch ausnutzen kann. Zudem kann das System dazu beitragen, die
Durchgängigkeit der natürlichen Fließgewässer wiederherzustellen.
"Das ist von der Quelle des Oberlaufes bis hin zur Mündung im Unterlauf unter
gleichzeitiger Wiederherstellung der früheren natürlichen Flora und Fauna
möglich", erklärt Gerold Seyfarth, CFO der International River Energy Gmbh
http://www.river-energy.com. Dies werde mit der
vorrangigen Ausnutzung der kinetischen bzw. Fließenergie des Wassers bewirkt.
"Dazu müssen Wehre geschlitzt und mit der Turbine, die am Grund des Flusses
verankert wird, versehen werden. Der positive Nebeneffekt der neuen Technologie
ist, dass die ehemals bewohnenden Fischarten, Krebse und Muscheln ihre
ursprüngliche Population wieder aufbauen können", so Seyfarth. Das entspreche
auch der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Europäischen
Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Erreichung des guten Zustands aller Gewässer
bis 2015.
Bei bisherigen Wasserkraftwerken mussten Querverbauungen wie Wehre oder
Talsperren errichtet werden. "Das entfällt bei dem Kraftwerkstyp komplett, denn
die Schraube ist im freien Gewässer entweder mit einem Schiffsanker oder mit
einer Beton-Verankerung am Grund angebracht." Zwei weitere Vorteile sind zudem,
dass der Schiffs- und Bootsverkehr nicht beeinträchtigt wird. Zudem gibt es bei
diesem Kraftwerkstyp keine visuelle Beeinträchtigung", erklärt der Techniker.
Die Turbine, die verwendet wird, wurde in ihrer ursprünglichen Form vom
verstorbenen Jens Hoppe entwickelt. "Wir haben einige Dinge daran verändert",
erklärt Seyfarth.
Die großen Vorteile des Kraftwerkstyps liegen darin, dass es genügend
Fließgewässer gebe, in denen es zur Stromherstellung eingesetzt werden könne.
"Die TU-Braunschweig hat erst kürzlich in einer Studie festgestellt, dass ein
gewaltiges ungenutztes Potenzial von Wasserkraft vorhanden ist", meint Seyfarth.
Dieses Potenzial liege bei einer Leistung von 1.300 Gigawatt im Bereich niederer
Fallhöhen von 0,4 bis vier Metern und mittleren bis großen Durchflussmengen von
fünf bis 650 Kubikmetern pro Sekunde. "Das entspricht ungefähr einer Leistung
von 2.000 Atomkraftwerken mittlerer europäischer Bauart", meint der Techniker.
Die Gesamtheit der Nachteile, welche aus einer zentralen Energieumwandlung und
Weiterleitung auf Kosten der Natur, den Menschen und der Ökonomie wirkten,
würden mit der neuen Technologie einer dezentralen und autarken
Wasserkraftnutzung aufgehoben, zeigt sich der Forscher überzeugt. "Einsetzbar
ist das System im übrigen auch bei natürlichen unterirdischen Fließgewässern,
sowie bei Ableitungen von Abwässern aus der Industrie und von Kommunen."
Der Prototyp des Kraftwerks wird im nächsten Monat in Naumburg-Almrich in
Sachsen-Anhalt errichtet. "Der Einsatz der Turbine ist auch in Entwicklungs- und
Schwellenländern Welt sinnvoll, da damit Infrastrukturen aufgebaut werden
können", erklärt Seyrath. Gemeinsam mit dem Unternehmen Aupro
http://aupro-gmbh.com arbeitet man an einer Trinkwasseraufbereitung. (pte.at)
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