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20. November 2007
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Aufrufe: 4039
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Durchbruch bei Stromgewinnung aus Wärme erzielt
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Forscher entwickeln
Thermoelektrikum ohne problematische Elemente
Wien - Einem Forscher-Team der Technischen Universität
(TU) Wien
http://www.tuwien.ac.at und der Universität Wien
http://www.univie.ac.at
ist ein Durchbruch im Bereich thermoelektrischer Materialien gelungen. Eine neue
Generation der Thermoelektrika aus der Familie der Skutterudite kommt ohne
problematische Elemente aus. Das lässt hoffen, dass die Materialien verstärkt
zum praktischen Einsatz kommen können. Bereits getestet wird diesbezüglich etwa
die Stromgewinnung aus der Abwärme von Motoren.
Einst waren die nach dem norwegischen Dorf Skutterud benannten Skutterudite
vor allem für das Blaufärben von Porzellan verantwortlich. In der modernen
Technik liegt ihre Bedeutung in der Tatsache, dass sie Thermoelektrika -
Materialien also, die aus Wärme Elektrizität gewinnen oder umgekehrt Strom zur
Kühlung nutzen können. Gerfried Hilscher vom Institut für Festkörperphysik der
TU Wien erklärt: "Das Problem für diesen Bereich
der praktischen Anwendung ist, Skutterudite zu entwickeln, die möglichst viel
Wärme in Elektrizität umsetzen können."
Eine mögliche Anwendung von Skutteruditen ist die Gewinnung von Elektrizität aus
der Abwärme technischer Geräte. Speziell bei Motoren könnten dadurch Batterien
geladen oder Lichtmaschinen entlastet werden. Für den Motorenbereich ist ein
FFG-Projekt mit der AVL List
http://www.avl.com ist bereits im Gange. "Allerdings kommen dort noch alte
Skutterudite zum Einsatz, das Projekt läuft ja schon 1 1/2 Jahre", so Peter
Franz Rogl vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Wien. Bevor auch die neuen umwelt- und gesundheitsfreundlicheren
Materialien zum Einsatz kommen können, müssen laut Rogl deren Eigenschaften
genauer bestimmt werden. Hilscher betont auch, dass weitere Forschungen zu den
neuen Skutteruditen Variationen hervorbringen könnten, die deutlich effizienter
Wärme in Strom umwandeln. Diese wären für den praktischen Einsatz dann besonders
interessant.
Die Skutterudite bestehen aus einer Kombination eines elektropositiven Elements,
z.B. Barium oder Strontium, einem Übergangsmetall, z.B. Platin, und einer
dritten Komponente. Diese war bisher problematisch, da Elemente aus der Gruppe
der Pnictogene zum Einsatz kamen, etwa Phosphor oder giftiges Arsen. Der
Forschergruppe um Ernst Bauer von der TU Wien ist es nun gelungen, die
Pnictogene durch Germanium zu ersetzen. Dieser Verzicht auf Problemelemente
lässt auf eine bessere praktische Anwendbarkeit hoffen.
Die Forschungsarbeit von Ernst Bauer und seinen Kollegen wird am 23. November
2007 im Wissenschaftsjournal "Physical Review Letters" veröffentlicht. Ferner
wird ein Beitrag in der Fachzeitschrift "Advanced Materials" erscheinen. (pte.at)
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