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5. November 2007
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Aufrufe: 4089
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Großteil will Lebensstil für Klimaschutz ändern
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22.000 Befragte in fünf
Kontinenten: Opfer müssen erbracht werden
London - Mehr als 22.000 Menschen in 21 Ländern hat der
britische Nachrichtensender BBC zum Thema Klimakatastrophe und Lebensstil
befragt. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönliche Konsequenzen
daraus ziehen und ihre Lebensgewohnheiten dem Klimaschutz entsprechend zu
ändern. Selbst in den Staaten mit den weltgrößten CO2-Emissionen - USA und China
- sind die Menschen überzeugt davon, persönlich etwas zum Klimaschutz beitragen
zu wollen.
Drei Viertel der Menschen würden Energiesteuern unterstützen, wenn sie dazu
beitragen würden, alternative Energiequellen zu finden oder die Energieeffizienz
zu erhöhen. Die Chinesen waren von einer solchen Einführung einer Energiesteuer
am stärksten überzeugt. "In den meisten Ländern waren die Befragten wesentlich
williger als ihre Regierungen etwas für den Klimaschutz zu tun", so der
BBC-Umwelt-Reporter Matt McGrath. Offensichtlich sei den meisten klar, dass
jeder Einzelne etwas zum Thema Klimaschutz beitragen müsse, so der Journalist.
In der Umfrage wurde auch deutlich, dass die meisten der Befragten glauben, beim
Klimaschutz Opfer bringen zu müssen.
In fast allen Ländern Europas sowie in den USA glauben die meisten Befragten,
dass die Preise für Treibstoffe, die als Hauptverursacher der Klimaveränderung
gelten, steigen müssen. Nur in Italien und in Russland hatten die Befragten
angegeben, dass die hohen Treibstoffkosten keine Auswirkungen haben. Beim Thema
Spritkosten wichen die Meinungen in den einzelnen Ländern stark voneinander ab.
In China und Indonesien glaubt der Großteil der Befragten daran, dass höhere
Spritkosten notwendig wären. In Südkorea, Indien und Nigeria hingegen gibt es
wesentlich weniger Befürworter einer solchen Politik.
Geteilter Meinung sind die Meisten auch bei der Frage nach einer erhöhten Steuer
auf fossile Brennstoffe: 85 Prozent der Chinesen gaben an, dass sie für eine
solche Besteuerung eintreten. Die Bewohner im Reich der Mitte lagen bei dieser
Antwort mit ihrem Enthusiasmus an erster Stelle. Wesentlich positiver fiel die
Antwort dann aus, wenn an die höhere Energiesteuer auch ein Programm zur
Energieeffizienzsteigerung oder zur Förderung der Entwicklung alternativer
Treibstoffe geknüpft wurde. Noch breitere Zustimmung einer höheren Besteuerung
von fossilen Brennstoffen herrschte dann, wenn in Aussicht gestellt wurde, dass
statt der hohen Treibstoffsteuer andere Steuerbelastungen sinken würden, so dass
die finanzielle Belastung der Bürger gleich blieb.
"Diese Befragung macht deutlich, dass die Menschen mehr Bereitschaft zum Handeln
zeigen, als die Politiker ihnen das zutrauen", meint Doug Miller, Direktor von
Globescan
http://www.globescan.com, jenem Unternehmen, das die Befragung für die BBC
durchführte. Insgesamt befragten die Globescan-Mitarbeiter zwischen Mai und Juli
2007 via Telefon oder im persönlichen Interview 22.182 Menschen auf allen fünf
Erdteilen. (pte.at)
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