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8. September 2007
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Aufrufe: 4047
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Erste energieautarke grüne Südpol-Station vorgestellt
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Null-Emissionen-Gebäude soll
Forschen umweltfreundlich machen
Brüssel - Diese Woche wurde die erste energieautarke
Null-Emissionen- Forschungsstation der Antarktis vom belgischen Thronfolger
Prinz Philipp der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Station Prinzessin Elisabeth
http://www.antarcticstation.org versorgt sich aus erneuerbaren Energien
selbst - und das in einer Umgebung, in der Temperaturen bis zu minus 50 Grad und
Windgeschwindigkeiten bis zu 125 Kilometer pro Stunde herrschen. Derzeit wird
die Station in einer Halle in Brüssel dem Publikum vorgestellt. Ab November 2007
wird sie auf einem Granitfelsen im Dronning-Maude-Land in der Ostantarktis als
Forschungsstation aufgebaut.
Die Station wird ausschließlich durch Solar- und Windkraft mit Energie
versorgt. "Es war sehr wichtig für uns, dass wir gezeigt haben, dass man auch
mit nachhaltigen Materialien sehr kreativ sein kann", so Johan Berte, der für
die Konzeption der Station verantwortlich ist. Die schotenähnliche Konstruktion,
die maximal 20 Forschern zur Verfügung stehen wird, wurde ausschließlich nach
Kriterien der Nachhaltigkeit und nicht nach dem äußerlichen Erscheinungsbild
konstruiert, erklärt Berte. "Ästhetik spielte dabei keine Rolle", erklärt der
Berte. Die 380 Quadratmeter großen Solarzellen-Panelen der Station sind durch
Plexiglas geschützt, die neun Meter hohen Steher der acht Windturbinen halten
auch den extremen Stürmen stand. Für den absoluten Notfall steht eine
Notstromanlage auf Basis zweier Dieselgeneratoren zur Verfügung. Drei Viertel
der Abwässer werden wiederaufbereitet.
Das Gebäude besteht zu 80 Prozent aus Holz. Ein Stahlmantel soll zusätzlich
Stabilität bringen. Die wichtigen Systeme sind im Herzen der Station
untergebracht - damit kann die Hitze, die von ihnen ausgeht, auch den Rest der
Anlage wärmen. "Ideale Isolierung sorgt dafür, dass es in der Station immer eher
wärmer als kälter ist", erklärt Berte. Ab November 2008 werden in der 11,5 Mio.
Euro teuren Station die ersten Wissenschaftler den Südsommer verbringen. Das
erste Forscherteam wird der Glaziologe Frank Pattyn von der Université Libre de
Bruxelles leiten. Sein Interesse gilt dem Klimawandel und der Erderwärmung in
der Antarktis. Finanziert wurde das Projekt "Prinzessin Elisabeth"
ausschließlich von privaten Investoren. Die Betriebskosten werden vom belgischen
Staat übernommen.
Weitere Informationen:
http://www.polarfoundation.org
(pte.at)
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