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25. Juli 2007
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Aufrufe: 4038
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Straßenverkehr frisst Österreichs Landschaft auf
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VCÖ: Täglich werden vier
Fußballfelder als Verkehrsfläche verbaut
Wien - Täglich fallen 2,7 Hektar österreichischer
Landschaft dem Verkehr zum Opfer. Zu diesem Schluss kommt der Verkehrsclub
Österreich VCÖ
http://www.vcoe.at
in einer aktuellen Studie. Bereits jetzt verbraucht der Verkehr eine Fläche von
1.970 Quadratkilometer, das entspricht 216 Quadratmeter pro Einwohner. Für die
Ökologie ist dieser Raubbau der Natur alles andere als positiv, denn mit der
Zunahme der Verkehrsflächen steigt auch die Flächenversiegelung und dadurch die
Hochwassergefahr.
"Die Fläche, die täglich dem Verkehr zum Opfer fällt, entspricht etwa der von
vier Fußballfeldern", so VCÖ-Experte Martin Blum. "Der
VCÖ unterzieht derzeit Österreichs Mobilität einem Umweltcheck. Dabei wird nicht
nur die Schadstoffbilanz erhoben, sondern auch der Flächenverbrauch des
Verkehrs", erläutert Blum. 91 Prozent der insgesamt 1.970 Quadratkilometer
Verkehrsflächen entfallen auf Straßen und Parkplätze.
Österreich hat ein sehr dichtes Straßennetz: Auf die Alpenrepublik entfallen
2.080 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen, 33.700 Kilometer Landesstraßen
und 71.000 Kilometer Gemeindestraßen. In der VCÖ-Studie werde aber auch
deutlich, dass es regional sehr große Unterschiede gibt: Auf jeden Burgenländer
kommen 483 Quadratmeter Straßen und Parkplätze, auf jeden Oberösterreicher 223
Quadratmeter und auf jeden Vorarlberger 99 Quadratmeter.
Der VCÖ übt Kritik an der massiven Verbauung durch Verkehrsflächen und fordert
eine effizientere Nutzung der bereits bestehenden Infrastruktur durch mehr
Kostenwahrheit. "Knappe Güter sind teuer, das bedeutet, dass auch der
Auto-Verkehr als Großkonsument von Flächen teuer sein müsste. Denn derzeit
sorgen Subventionen dafür, dass der Straßenverkehr nur einen Teil der
verursachten Kosten bezahlt. Es braucht hier mehr Kostenwahrheit", so Blum. Der
VCÖ fordere seit Jahren die Einführung einer kilometerabhängigen Maut. Zudem
sollten die geplanten 400 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen einer
Wirtschaftlichkeitsprüfung unterzogen werden. Der Ausbau der Infrastruktur sei
heute kaum mehr geeignet, Verkehrsprobleme zu lösen. "Eine moderne
Verkehrspolitik zeichnet sich dadurch aus, dass sie vor allem lenkt und
steuert", so Blum. Daher sei ein weiterer Forderungspunkt eine verkehrssparende
Siedlungspolitik. "Neue Siedlungen sollen entlang bestehender öffentlicher
Verkehrsnetze entstehen und nicht auf der grünen Wiese", so Blum abschließend.
Im Vergleich zum "flächenfressenden Kfz- und Lkw-Verkehr" entfallen auf die
restlichen Verkehrsmittel Bahn, Flugzeug und Schiff nur neun Prozent der
gesamten Verkehrsflächen. Der Flächenverbrauch des insgesamt 6.188 Kilometer
langen Schienennetzes (inklusive der Privatbahnen) gemeinsam mit der restlichen
Schieneninfrastruktur beträgt lediglich 118 Quadratkilometer. (pte.at)
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