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15. Juli 2011

Aufrufe: 4066

Schiffe als günstigere Wellenkraftwerke

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Fraunhofer-Konzept verspricht günstigeren Ökostrom
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\r\nBoston \r\n- Ein diese Woche im Rahmen der Konferenz\r\nClean Technology 2011 \r\nvorgestelltes Konzept setzt auf Schiffe als die kostengünstigen Wellenkraftwerke \r\nvon morgen. Denn das vorgeschlagene modulare System macht die Energiegewinnung \r\ngünstiger und speist Strom dann ins Netz, wenn er wirklich gebraucht wird, so \r\nAndre Sharon, Professor für Maschinenwesen an der Boston University und \r\nGeschäftsführer des Fraunhofer \r\nCenter for Manufacturing Innovation CMI. Zudem wären die mobilen Kraftwerke \r\nsehr sturmsicher - sie können bei Bedarf in nächsten Hafen vor Anker gehen.
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\r\nMobile Stromgewinnung
\r\nHerkömmliche Wellenkraftwerke benötigen Unterseekabel, um den gewonnen Strom an \r\nLand zu bringen. Diese kosten meist jenseits von 500.000 Dollar pro Kilometer \r\nund sind damit ein entscheidender Kostentreiber für diese Form der Ökoenergie, \r\nberichtet der New Scientist. Dieses Problem lösen die vorgeschlagenen \r\nKraftwerks-Schiffe durch Mobilität - sie speichern den gewonnen Strom bis zum \r\nEinlaufen in den Hafen zwischen. Das Konzept sieht dabei vor, dass ein \r\nKraftwerks-Schiff täglich für 20 Stunden ausläuft und bis zu 20 Megawattstunden \r\nEnergie sammelt, ehe es wieder andockt.
\r\nEin Vorteil solcher Schiffe wäre, dass sie zur Stromerzeugung immer \r\nMeeresregionen mit gerade günstigem Seegang ansteuern können. Zudem ist es \r\nmöglich, die Ausfahrten so zu planen, dass die mobilen Kraftwerke rechtzeitig \r\nvor den täglichen Verbrauchsspitzen in den Hafen zurückkehren und den \r\ngesammelten Strom genau dann ins Netz einspeisen, wenn dieser auch benötigt \r\nwird. Dazu ist dem Team um Sharon zufolge kein großer infrastruktureller Aufwand \r\nnötig. Als Anlegestelle genügen existierende Yachthäfen, spezielle \r\nStarkstromleitungen sind nicht erforderlich.
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\r\nKonkurrenzfähig günstig
\r\nDurch den Einsatz einer entsprechenden Zahl an Schiffen ist der \r\nFraunhofer-CMI-Ansatz praktisch beliebig skalierbar, zudem können einzelne \r\nKraftwerkseinheiten in der Nähe zu versorgender Gebiete zum Einsatz kommen. \r\nGegenüber fest verankerten Wellenkraftwerken haben die Schiffe zudem den \r\nVorteil, dass sie schweren Unwettern nicht direkt standhalten müssen - wird es \r\nwitterungsbedingt gefährlich, können sich die Schiffe in die Sicherheit eines \r\nHafens zurückziehen.
\r\nDie Kombination aller Vorteile führt letztlich zu vergleichsweise geringen \r\nStromkosten. Die Forscher gehen nach ersten Berechnungen davon aus, dass mit dem \r\nSystem 15 US-Cent pro Kilowattstunde (c/kwh) möglich sind. Das wäre um \r\nmindestens die Hälfte weniger, als das britische\r\nEnergy \r\nTechnologies Institute für heutige Wellenkraftlösungen angibt. Zudem wäre \r\nder Preis konkurrenzfähig zu anderen Energiequellen, denn die Kosten bei \r\nOffshore-Windkraft sind vergleichbar. Für Solarstrom wiederum ist in den USA \r\nderzeit von 15 bis 30c/kwh die Rede. (pressetext.redaktion)


 

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