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5. April 2011

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Strom sparen mit nur wenigen Veränderungen

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Projekt Change zeigt auf, wie man sich energiesparsam verhält

 \Bochum - Wenn man nur einige kleine Gewohnheiten verändert, spart man schon Strom: Stoßlüften statt Kipplüften, Computer komplett ausschalten und die Heizung etwas herunterdrehen. "Das hört sich zunächst banal an, solche Dinge werden aber nicht gemacht", sagt Andreas Klesse, Ingenieur und wissenschaftlicher Mitarbeiter, an der Ruhruniversität http://www.rub.de in Bochum.
Im "Projekt Change" http://www.change-energie.de finden Psychologen gemeinsam mit Ingenieuren heraus, wie sich energiesparendes Verhalten am besten einüben lässt. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Die Ingenieure und Psychologen untersuchten etwa das Energienutzungsverhalten von Mitarbeitern von Universitäten. In acht Hochschulen Deutschlande wurde Change bereits umgesetzt.

Theoretisch kann mehr eingespart werden
Der Erfolg kann sich sehen lassen. Im Wintersemester 2010 konnten die acht Hochschulen ihren Stromverbrauch um durchschnittlich 7,7 Prozent reduzieren. In der Theorie seien noch größere Einsparungen denkbar. Aber das Projekt ist noch in der Verbesserungsphase. Die Forscher wollen Change auch für andere Organisationen nutzbar machen.
"Wir haben Change für die Universitäten ausgetestet und prüfen im zweiten Schritt, wie wir das auf andere Organisationen übertragen können", sagt Klesse. An den Universitäten wird geprobt, wie man das Konzept auch in Unternehmen umsetzen kann. Was die Wissenschaftler schon wissen ist, dass gute Vorsätze zum Energiesparen nicht ausreichen. Informieren und aufklären alleine ist ebenfalls noch zuwenig, allerdings ein erster Schritt.

Zum Energiesparen erzogen
"Wir haben die Menschen zunächst über ihren eigenen Energieverbrauch aufgeklärt", berichtet Klesse. Nach der Belehrung bekamen die Mitarbeiter der Universitäten ein Anschreiben vom jeweiligen Direktor. Die Direktoren äußerten sich positiv über die Kampagnen. So wurde die Kampagne von höchster Ebene legitimiert. Im weiteren haben die Universitäten etwa Steckerleisten an die Mitarbeiter verschenkt.
Parallel dazu haben die Forscher Plakate an die Wände der Universitäten gehängt mit Slogans wie: "Drück mich zum Abschied". Gemeint ist der Computer. Denn viele Mitarbeiter lassen ihren Rechner über die Nacht an und verbrauchen damit Energie. "Man muss die Menschen mit ins Boot nehmen", sagt Klesse. Eine Werbekampagne würde nicht reichen. (pressetext.redaktion)


 

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