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30. Dezember 2010
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WWF Österreich zieht Umweltbilanz über das Jahr 2010
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Zahlreiche Erfolge im Naturschutz und in der Umweltbildung
Wien - Der WWF Österreich zieht Bilanz über seine Arbeit im
Umwelt- und Naturschutz im Jahr 2010. Als Teil der weltgrößten unabhängigen
Naturschutzorganisation arbeitet der WWF Österreich an zahlreichen Projekten
weltweit aktiv mit. In Österreich selbst startete der WWF heuer eine Kampagne
für einen neuen Nationalpark March-Thaya-Auen und sorgte für den Schutz von
weiteren Brutpaaren des Seeadlers. Im Rahmen des Flussraumbetreuungsprojekts an
der Traun wurde modellhaft gezeigt, wie wir mit unseren Flüssen umgehen sollten.
Auch konnten die Bundesländer für die Erstellung eines gemeinsamen
Managementplans für die nach Österreich zurückkehrenden Wölfe gewonnen werden.
Die WWF-Umweltbildung erreichte fast 6.000 Personen darunter vor allem Kinder
und Jugendliche.
Mit einer eigenen Kampagne konnte heuer ein öffentliches Bewusstsein für die
Einmaligkeit der March-Thaya-Auen geschaffen werden. 24.000 Unterschriften für
einen Nationalpark wurden gesammelt und 75 Prozent der Österreicher sehen einen
Nationalpark als beste Lösung für das Gebiet. Auch der Schutz der letzten
natürlichen und naturnahen Fließgewässer Österreichs stand im Zentrum vor dem
unkontrollierten Ausbau der Wasserkraft. Der Bestand des Seeadlers ist durch die
Schutzbemühungen auf mindestens 13 Brutpaare angewachsen, weitere Paare sitzen
in den Startlöchern. Die den Seeadlerbestand bedrohenden Vergiftungsfälle durch
Carbofuran sind zurückgegangen.
Das Flussraumbetreuungsprojekt an der Traun hat den ökologischen Zustand des
Flusses merklich verbessert. Durch Renaturierungsmaßnahmen wie
Altarm-Anbindungen und die Beseitigung von Wanderbarrieren für Fische hat das
Gewässer an Naturnähe gewonnen. Für die nach Österreich zurückkehrenden Wölfe
konnte der WWF die Erstellung eines Managementplans erreichen, mit dem künftig
Konflikte zwischen Mensch und Tieren minimiert werden sollen.
Im internationalen Bereich arbeiteten die WWF-Experten aus Österreich vor allem
an der Rettung des stark bedrohten Tigers und des europäischen vom Aussterben
bedrohten Störs. In der Konsumentenarbeit wurde gerade ein neuer Fischführer
präsentiert, der die Konsumenten über bedrohte Fischarten aufklärt, die lieber
im Supermarktregal liegen bleiben sollen. In Süd-Laos wurde gemeinsam mit den
ÖBf der Grundstein für ein neues Waldschutzprojekt gelegt. Nach der
Rotschlammkatastrophe in Ungarn arbeiten die WWF-Experten nun an einer Studie zu
den Risiken der giftigen Altlasten in Osteuropa sowie zur Verbesserung der
Gesetzeslage um weitere Katastrophen zu vermeiden.
Die WWF-Umweltbildung organisierte auch heuer wieder zahlreiche
Bildungsveranstaltungen. Neben den Themen ökologischer Fußabdruck, Donau -
lebende Flüsse, Bär und Luchs, wurde auch Active Citizenship im
WWF-Umweltbildungsprogramm aufgenommen. Ein osteuropäisches Projekt hat 90
Lehrer aus elf verschiedenen Ländern nach Österreich gebracht, wo unter anderem
diese Themen behandelt wurden. Das WWF-Bildungsteam erreichte heuer mehr als
6.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Aktionsveranstaltungen,
Schulbesuche, Projekttage, Exkursionen, Camps und Workshops. Die laufende
Weiterentwicklung der Bildungsprogramme wird durch drei von der EU geförderte
Projekte finanziert. Weiters gründete der WWF eine eigene Jugendgruppe, die
engagierte Projekte zum Natur- und Artenschutz entwickelt.
Der WWF verstärkte 2010 seine Kooperationen auch mit der Wirtschaft. Die WWF
CLIMATE GROUP wurde um die dm drogerie markt GmbH erweitert. Für 2011 werden
zahlreiche neue Wirtschaftspartner hinzukommen. (wwf.at)
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