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4. Dezember 2010

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Umweltfreundliches Wasserenergiesystem stösst weltweit auf grosses Interesse

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Erstes Wasserwirbelkraftwerk heisst Dr. Bertrand Piccard

Schöftland - Die Taufe des 1. Pilot-Wasserwirbelkraftwerks der Schweiz durch Dr. Bertrand Piccard am 25. September 2010 hat weit über die Landesgrenzen für Aufsehen gesorgt. Knapp 100 Medienartikel sind im Vorfeld und in den Tagen nach der Taufe über das Kraftwerk mit dem Namen des Schweizer Pioniers und Abenteurers erschienen. "Seit der Taufe haben wir damit das erste Wasserwirbelkraftwerk mit einem Doktor-Titel", so Daniel Styger von der Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz (GWWK) http://www.gwwk.ch. 190 Gäste wohnten dem Taufakt bei. Dem anschließenden Vortrag von Dr. Bertrand Piccard in der 3-Fach-Halle folgten rund 780 interessierte Besucher.

Weltweites Potenzial
Das Wasserwirbelkraftwerk produziert bereits seit November 2009 Strom im Einklang mit der Natur. Je nach Wassermenge werden 10 bis 15 kW elektrische Leistung produziert. Dies entspricht einer Jahresnaturstromproduktion von ca. 80'000 bis 130'000 kWh und deckt den Strombedarf von 20 bis 25 Schweizer Haushalten ab. Das umweltfreundliche Wasserenergiesystem stößt aber nicht nur in der Schweiz auf großes Interesse. "Anfragen gibt es aus ganz Europa und sogar aus Ecuador, Kenia und Thailand", betont Styger. Es wurden bereits drei internationale Zusammenarbeitsvereinbarungen abgeschlossen.
Mit der Inbetriebnahme der neuen 1:8-Forschungsanlage mit Büroräumen im Technopark Windisch im Januar 2011 steht eine weitere Erforschung der technischen Feinheiten der Wasserwirbeltechnologie an. "Diese Erkenntnisse fliessen natürlich sofort auch in im Bau befindliche Kraftwerke ein", erklärt Styger. Bereits jetzt besteht einer der Hauptvorteile der Wasserwirbelkraftwerke in der Integrierbarkeit in die Fluss-Revitalisierung und -Renaturierung. Darüber hinaus kann durch die spezielle Bauart auch die gefahrlose Passierbarkeit für Fische und Kleinlebewesen in beide Richtungen sichergestellt werden.

Förderung der Fluss-Revitalisierung und Renaturierung
Für die nahe Zukunft sieht die GWWK vor allem auch in der Schweiz gute Wachstumsperspektiven. Ab 2011 wird dort per Gesetz die Revitalisierung und Renaturierung der Gewässer gefördert. "Das stimmt zu 100 Prozent mit unseren Visionen überein, denn wir bauen unsere Wasserwirbelkraftwerke nur dort, wo auch die Flussläufe renaturiert und revitalisiert werden müssen", so Styger. Durch den gleichzeitigen Bau eines naturnahen Wasserwirbelkraftwerks können die Kantone und Gemeinden - und damit der Steuerzahler - bei der anstehenden Revitalisierung und Renaturierung massiv Kosten sparen. Denn durch die Stromerzeugung amortisiert sich ein Wasserwirbelkraftwerk inkl. Revitalisierung und Renaturierung wie von selbst.
Wasserwirbelkraftwerke können zwar nicht überall gebaut werden - notwendig ist ein Gefälle ab 0,7 Meter und Wassermengen ab ca. 1000 Liter pro Sekunde - aber es sind mehrere Tausend Standorte möglich. Aktuell hat die GWWK 132 potenzielle Standorte lokalisiert und eine Grobanalyse durchgeführt. Bis dato sind 26 machbare Standorte nachgewiesen und auf die KEV (Kostendeckende Einspeisevergütung)-Warteliste gesetzt worden. Insgesamt wurden bereits 12 Projekte gestartet und entsprechende Konzessionsverfahren eingeleitet. Die aktuell gut 220 Genossenschafter setzen ihre Einlagen somit effektiv für eine nachhaltig Energie- und Umweltzukunft ein.

Weitere Fotos unter http://www.gwwk.ch (zVg) (dstgroup.ch)


 

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