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24. Juli 2010
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Aufrufe: 4025
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Politiker zu feig für Aktionen gegen Klimafolgen
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Bevölkerungsbefragung: Umwelt wichtiger als Wirtschaft
Duisburg -
Das Thema Klimawandel und seine
unmittelbaren Folgen dominieren die Medien seit einigen Jahren. Eine aktuelle
Befragung der Universität Duisburg-Essen
http://www.uni-duisburg-essen.de hat deutlich gezeigt, dass die Bevölkerung
des Ruhrgebiets den Klimawandel einen hohen Stellenwert einräumt. Allerdings
geben nur 18,9 Prozent der Befragten Politik und Verwaltung gute oder sehr gute
Noten für ihr Informationsmanagement zum Thema.
"In der Politik wird Klimawandel an sehr prominenter Stelle behandelt", so
Armin Keivandarian vom Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und
Politikberatung (RISP), der an der Studie mitgearbeitet hat. Allerdings mangelt es nach einer Wahl an der tatsächlichen
Durchsetzung. "Das bedeutet, dass die vorher getroffenen Aussagen unverbindlich
bleiben und der Raubbau an der Umweltverwaltung weiter fortgesetzt wird." Die
Politik nimmt auf, realisiert aber nicht.
Realistische Einschätzung und keine Hysterie
"Umweltpolitik wird von den Befragten noch vor der Wirtschaftspolitik gereiht",
so Keivandarian. Als Ursachen für den Klimawandel sehen die Befragten vor allem
den Verkehr (83,2 Prozent), die Industrie (79,7 Prozent) und die
Energieerzeugung (72,9 Prozent). "Fast 59 Prozent machen auch das
Konsumverhalten der Bevölkerung mitverantwortlich", erklärt der Forscher.
"Die Einschätzung des Themas ist sehr ernsthaft und kaum hysterisch", meint
Keivandarian. Es herrsche eine Betroffenheit, allerdings mit einem realistischen
Hintergrund. "Das legt nahe, dass es eine sehr differenzierte Auseinandersetzung
mit dem Thema gibt. 87,6 Prozent rechnen mit einem Temperaturanstieg, 81,6
Prozent mit Starkregenereignissen und 71,2 Prozent mit wachsenden
gesundheitlichen Risiken für ältere Menschen, Schwangere und Kleinkinder. Der
Forscher geht davon aus, dass auch in anderen Regionen Deutschlands und in
Österreich ähnliche Trends vorherrschen.
Eigener Einsatz gefragt
"Um den Klimawandel aufzuhalten und die Folgen zu beherrschen, wollen die
befragten Bürger auch selbst etwas beitragen", meint Projektleiter Joachim
Liesenfeld. Zu den bevorzugten Ansatzpunkten für eine Verbesserung gehören
Energiesparen, erneuerbare Energien und öffentlicher Nahverkehr. Zur Förderung
erneuerbarer Energien würden Bürger sogar höhere Stromkosten akzeptieren.
Mehr als 1.000 Bürger haben an der Umfrage im Rahmen des Forschungs- und
Entwicklungsprojektes "Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels
in der Emscher-Lippe Region"
http://www.dynaklim.de teilgenommen. (pressetext.deutschland)
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