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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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1. Dezember 2009
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Aufrufe: 729
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Größtes Wellenkraftwerk der Welt in Betrieb
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315-kW-Anlage erzeugt Strom
für 450 Haushalte
Glasgow - Das größte Wellenkraftwerk der Welt, die Oyster (Auster) ist nach
Angaben des Wissenschaftsnachrichtendienstes Science Daily nun am European
Marine Energy Centre (EMEC)
http://www.emec.org.uk in Betrieb gegangen. Derzeit ist die stählerne Auster
das einzige hydro-elektrische Wellenkraftwerk, das Wasser unter hohem Druck in
eine Turbine am Festland pumpt. Eine "Farm" mit 20 Oysters könnte genügend Strom
herstellen, um 9.000 Drei-Zimmer-Wohnungen mit Strom zu versorgen.
Oyster wurde zwischen 2002 und 2004 von Forschern der Queens University
Belfast mit Geldern aus einem Fonds Engineering and Physical Sciences Research
entwickelt und von Aqua Marine Power
http://www.aquamarinepower.com hergestellt. Die Auster besteht aus einer
mechanisch-schwenkbaren Stahlwand mit Auftriebstanks, die mit Schanieren an
einer Stahlkonstruktion in zehn Meter Meerestiefe gebunden ist.
Jede eingehende Welle bewegt die rund 18 Meter breite Wand, deren Oberteil aus
dem Wasser ragt, auf und ab. Damit wird ein Hydraulik-Kolben angetrieben, der
Meerwasser unter hohem Druck durch eine Rohrleitung an Land presst. Das System
funktioniert ähnlich wie ein Blasebalg.
Keine Beeinträchtigung der Meeresumwelt
Die Riesenauster, die am EMEC vor der Küste der Orkney Inseln installiert wurde,
weise gegenüber anderen Wellenkraftwerken einige Vorteile auf, betonen die
Hersteller. Im Unterschied zu vielen anderen Maschinen, die aus der Energie der
Meeresströmungen und Wellen Strom erzeugen, geschieht die Energiegewinnung
selbst an Land.
Das bedeutet, dass es im Meer keine komplizierten mechanischen Teile und keine
Elektrik gibt. Das erleichtert die Wartung des Systems erheblich. Ein weiterer
Vorteil ist die Tatsache, dass es keine Beeinträchtigung der Meeresumwelt durch
Maschinenöle oder andere chemischen Substanzen geben kann, denn all diese
Maschinenteile befinden sich an Land.
Demo-Anlage mit Nennleistung von 315 kW
Die Demonstrationsanlage am EMEC-Gelände, bei dem auch andere Systeme getestet
werden, besitzt eine Nennleistung von 315 kW. Damit kann man den Stromverbrauch
von rund 450 Haushalten abdecken. Rund 500 Tonnen CO2 werden damit eingespart.
Schon in zwei Jahren soll ein noch größeres Kraftwerk mit der sechsfachen
Kapazität errichtet werden. Pro Megawatt installierter Leistung rechnet man bei
Aquamarin Power mit Investitionskosten von rund 3,3 bis 4,4 Mio. Euro.
Im Bereich mariner Energiegewinnung könnten allein in Großbritannien bis 2020
rund 12.500 Jobs geschaffen werden. Solche Systeme könnten bis zu 20 Prozent der
gesamten benötigten Energie decken. Allein in Schottland wird das Potenzial von
erneuerbaren Energien auf 60 GW geschätzt. "Unsere Gewässer halten zehn Prozent
des gesamteuropäischen Wellenkraft- und ein Viertel des gesamteuropäischen
Gezeiten-Potenzials", so Alex Salmond, Schottlands First Minister. (pressetext.austria)
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