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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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9. September 2009
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Aufrufe: 403
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Zimmerpflanzen reduzieren Ozon in Innenräumen
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Schlechte Innenraumluft als
Risikofaktor für Gesundheit
Washington
DC/Nürnberg -
Ozon ist eine der Hauptkomponenten
der Luftverschmutzung. Obwohl das stechend riechende Gas, das als chemisch
starkes Oxidationsmittel wirkt, in erster Linie im Freien ein Problem darstellt,
kann Ozon auch in Innenräumen auftreten. Aufgrund seiner oxidierenden Wirkung
reizt es bei Menschen und Tieren die Atemwege. Bei der Aufnahme von Ozon können
heftige Schläfenkopfschmerzen auftreten. Ein Forscherteam der Pennsylvania State
University hat nun herausgefunden, dass drei verschiedene Zimmerpflanzenarten
die Ozonwerte in Räumen drastisch verringern können.
>"Normalerweise ist Ozon in Innenräumen kein Problem", meint Werner Balzer,
Umweltanalytiker der Stadt Nürnberg
http://www.stadt.nuernberg.de. Ozonmoleküle sind
ständig in Bewegung und daher baut sich das Gas in den Innenräumen sehr schnell
ab. Erhöhte Ozonkonzentrationen in Innenräumen werden heute neben der Belastung
von Außen durch eine Fülle von technischen Geräten - vor allem Fotokopierer,
Laserdrucker, UV-Licht und elektrostatisch wirkenden Luftreinigern - verursacht.
Zudem gibt es zur Beseitigung schlechter Gerüche resultierend aus Feuchtigkeit,
Tabakrauch, von Tieren, Abfall oder sanitären Anlagen so genannte
"Ozonluftreiniger". Der Nürnberger Umweltexperte Peter Pluschke lehnt den
Einsatz solcher Ozonluftreiniger aus lufthygienischen Gesichtspunkten im
Standardwerk "Luftschadstoffe in Innenräumen" aufgrund der ausgeprägten
Toxizität ab. Es sei aus heutiger Sicht klar, dass Ozonkonzentrationen, die als
erträglich eingeschätzt werden, keine ausreichende bakterizide und
bakteriostatische sowie auch kaum desodorierende Wirkung haben.
Heather Papinchak und ihr Team hat im Fachmagazin HortTechnology der American
Horticultural Society
http://www.ashs.org nachgewiesen, dass drei sehr häufig angebotene
Zimmerpflanzen - Bogenhanf (Sansevieria trifasciata), Grünlilie (Chlorophytum
comosum) und Goldgefleckte Efeutute (Epipremnum aureum) - Schadstoffe wie etwa
Ozon in Innenräumen effektiv reduzieren können. Im Versuch, bei dem Ozon in
einen abgeschlossenen Innenraum gepumpt wurde, wurden die Schadstoffe bei
Anwesenheit der Pflanzen schneller abgebaut als ohne. Alle fünf bis sechs
Minuten wurden Messungen durchgeführt.
Weil Menschen in den Industrieländern 80 bis 90 Prozent ihrer Zeit in
Innenräumen verbringen, komme der Innenraumluftreinhaltung große Bedeutung zu.
Das bedeute auch, dass schlechte Innenraumluft eines der größten
Gesundheitsrisiken darstellt. Nach Schätzungen des UN Development Program
sterben jährlich zwei Mio. Menschen weltweit aufgrund von giftiger Raumluft.
Obwohl der Großteil ärmere Länder betrifft, hat eine Studie in Australien
gezeigt, dass schlechte Raumluft alleine dort jährlich Schäden von mehr als
zwölf Mrd. Dollar verursacht. Diese sind auf Krankenstände, höhere medizinische
Kosten und Verlust der Produktivität zurückzuführen. "Weil schlechte Raumluft
sehr häufig auch in ärmeren Ländern ein Problem darstellt, könnten Pflanzen ein
kostengünstiges Mittel sein, um die Innenraumluft zu verbessern", sagt Papinchak. (pressetext.austria)
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