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17. September 2009
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Aufrufe: 4057
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Inhaltsstoff der Melone schützt vor Stress
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Stress auf Ebene von Zelle und
Psyche hängt zusammen
Paris - Wer unter zuviel Stress leidet,
sollte Melonen essen. Diesen Ratschlag gibt ein französisches Forscherteam in
der Online-Zeitschrift Nutrition Journal. Sie entdeckten, dass ein in der Melone
enthaltenes Enzym der Gruppe der Superoxid-Dismutase besonders antioxidierende
Wirkung besitzt und Stress- sowie Erschöpfungssymptome verhindern kann. Diese
Wirkung bestätigte sich in einem ersten Versuch, bei dem Personen über einen
längeren Zeitraum ein Melonenextrakt zu sich nahmen.
>70 Freiwillige bekamen dazu entweder Kapseln mit Melonenextrakt oder ein
Placebo-Präparat mit reiner Speisestärke. Berichteten in der ersten
Versuchswoche noch beide Gruppen von weit weniger Stress und Erschöpfung, hielt
dieser Effekt darüber hinaus nur bei der Gruppe an, die das enzymhältige
Präparat zu sich genommen hatte. Bei der Kontrollgruppe waren langfristig keine
Besserungen zu verzeichnen. Das im Melonensaft enthaltene Enzym schien die
Konzentration zu fördern und Mattheit bis hin zu Schlafproblemen zu verbessern.
Den anfänglich hohen Placeboeffekt führen die Forscher darauf zurück, dass die
Probanden der Durchschnittsbevölkerung entsprachen, anstatt dass Personen mit
besonderen Erschöpfungs- und Stresszuständen ausgewählt wurden. Hätte man
speziell darauf geachtet, würden die Unterschiede deutlicher ausfallen. Daher
will man in weiteren und größer angelegten Studien die Effekte näher untersuchen
und herausfinden, in welcher Weise die Antioxidantien der Melone auf Stress
einwirken.
Als Ursache dieser vorteilhaften Wirkung des Enzyms sehen die Forscher dessen
Fähigkeit, auf zellulärer Ebene den oxidativen Stress zu verringern. "Oxidativer
Stress" bezeichnet die schädliche Freisetzung freier Radikale in das
Körpergewebe, deren Auslöser chemische Prozesse sind. "Mehrere frühere Studien
wiesen bereits auf einen Zusammenhang zwischen psychologischem Stress und
interzellulärem oxidativen Stress hin. Wir wollten ausprobieren, ob der Mensch
besser in der Lage ist, Burnoutzustände schon im Voraus abzuwehren, wenn der
Körper mit diesem oxidativen Stress besser zurecht kommt", berichtet
Studienleiterin Marie-Anne Milesi, die im Auftrag eines kommerziellen Erzeugers
von Gesundheitsprodukten forschte.
Abstract und Download der Studie unter
http://www.nutritionj.com/content/8/1/40
(pressetext.austria)
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