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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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21. Juli 2009
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Aufrufe: 1296
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30 Grad Waschtemperatur genügt im Normalfall
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Richtiges Waschverhalten
reduziert die Umweltbelastung
Dessau - In Privathaushalten mit gesunden
Personen genügt es, die Waschmaschine auf 30 Grad zu stellen. Das betont das
deutsche Umweltbundesamt (UBA)
http://www.umweltbundesamt.de in einer Aussendung. Der Energieverbrauch und
damit auch die CO2-Belastung sowie die Stromkosten sinken durch das geringere
Aufheizen des Wassers deutlich. Der Hygieneaspekt sei bei dieser Waschtemperatur
ausreichend gewährleistet. Damit werden Medienberichte der vergangenen Tage
dementiert, denen zufolge in Krankenhäusern notwendige Desinfektionsmaßnahmen
zur Vermeidung von Keimübertragung auch auf Privathaushalte übertragen werden
sollten.
Kochwäsche tötet zwar Keime in der Kleidung ab, notwendig sei das in den meisten
Fällen jedoch nicht. "Wir befinden uns in einem Desinfektionswahn. Häufig wird
suggeriert, dass Wohnungen mit Keimen schlechte Haushalte sind und Wäsche
deshalb gekocht werden muss. Eine gesunde Bakterienflora im privaten Umfeld
stärkt jedoch das Immunsystem, steht doch die Verwendung von
Desinfektionsmitteln in engem Zusammenhang mit der Häufigkeit von Allergien",
betont UBA-Waschmittelexperte Marcus Gast. Der Trend zu
probiotischen Lebensmittel zur Stärkung der Körperabwehr stelle somit einen
besonderen Widerspruch zum Ideal der Keimfreiheit dar.
Leiden Personen im Haushalt etwa in Folge von Krankheiten an geschwächter
Immunabwehr, sei die Reaktion auf Keimbelastung empfindlicher. Gast empfiehlt
etwa bei Durchfallerkrankungen, geeignete Hygienemaßnahmen wie etwa das
getrennte Wäschewaschen beim Arztbesuch anzusprechen. "Die größte
Übertragungsgefahr besteht im direkten Kontakt, deshalb ist ein größeres
Augenmerk auf Sauberkeit etwa im Hände- und Geschirrwaschen wichtig." Das Forum
Waschen
http://www.forum-waschen.de empfiehlt darüber hinaus das ein- bis zweimalige
Waschen mit einem bleichmittelhältigen Vollwaschmittel bei 60 Grad, um
übermäßige Keimbildung im Restwasser der Waschmaschine zu verhindern.
"Vollwaschmittel mit Bleiche desinfizieren bereits bei niedrigen
Waschtemperaturen durch die Umwandlung von Wasserstoffperoxid mit dem
Bleichverstärker TAED zu Peressigsäure", so Gast.
Die Belastung der Umwelt ist beim Wäschewaschen durch Senkung der
Waschtemperatur und der richtigen Dosierung des Waschmittels reduzierbar, ganz
vermeidbar ist sie jedoch nicht. "Umweltfreundliches Waschen gibt es nicht.
Jährlich gelangen allein in Deutschland 630.000 Tonnen Waschmittel und 200.000
Tonnen Weichspüler in die Abwässer", so Gast. Einfluss kann der Konsument vor
allem durch die Wahl des Waschmittels nehmen. Der UBA-Experte rät ab von
Flüssigwaschmitteln, deren organische Inhaltsstoffe die Kläranlagen besonders
stark belasten. „Baukastensysteme oder Superkompaktwaschmittel im Tandemsystem
erlauben es, mit geringerem Einsatz die gleiche oder sogar eine bessere
Waschleistung zu erzielen", betont der Experte.
Besonders schädlich für die Umwelt sind Weichspüler, da diese nicht zur
Reinigung der Wäsche beitragen und somit für den Waschvorgang unnötig sind. Die
Entscheidung für die Verwendung liege beim Konsument, betont Gast. "Wer seine
Wäsche gerne kuschelig weich hat, sollte wenigstens wissen, dass er dafür eine
hohe Umweltbelastung in Kauf nimmt, was bedauerlich ist." Auch der Einsatz von
Wasserenthärtern sei meist nicht sinnvoll. "Weiches Wasser braucht keine
Enthärtung, für hartes Wasser reicht in vielen Fällen der Enthärter, der ohnehin
bereits im Waschpulver enthalten ist."
Weitere Hinweise zum umweltschonendem Waschen gibt es unter
http://www.umweltbundesamt.de/chemikalien/waschmittel/index.htm.
(pressetext.deutschland)
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