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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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6. April 2009
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Aufrufe: 416
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Niedrigvoltstrom gegen schwere Depressionen
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Erster Testlauf bringt
ermutigende Ergebnisse
Mailand - Wissenschaftler der Fondazione Ospedale
Maggiore Policlinico Mangiagalli e Regina Elena
http://www.policlinico.mi.it haben eine alternative Methode zur Behandlung
von Depressionskrankheiten entwickelt. Besonders schwere oder mit herkömmlichen
Pharmazeutika nicht heilbare Erscheinungsformen können künftig mit elektrischem
Gleichstrom geheilt werden.
"Es handelt sich um einen sehr einfachen und wenig invasiven Ansatz, der auch
als flankierende Maßnahme zu den üblichen Therapien genutzt werden kann",
erklärte die Projektleiterin Roberta Ferrucci. "Zwei an der Kopfhaut des
Patienten angebrachte Elektroden werden mit einem einer Taschenlampe ähnlichen
Gerät verbunden und für wenige Minuten einem Niedrigvoltstrom von ein bis zwei
Milliampere ausgesetzt. Die dadurch ausgelösten Funktionsänderungen im Gehirn
behalten auch mehrere Stunden nach der Stromabschaltung noch ihre Wirkung."
Durch dieses Verfahren könnten kürzere Krankenhausaufenthalte und erhebliche
Kostenersparnisse beim nationalen Gesundheitsdienst erzielt werden. Die im
Fachjargon als "transcranial Direct Current Stimulation" (tDCS) bezeichnete
Methode habe nichts mit dem traditionellen Elektroschock zu tun.
Mit dem Gleichstromverfahren behandelten die Wissenschaftler fünf Tage lang zwei
Mal täglich insgesamt fünfzehn Patienten. Bereits nach wenigen Tagen wurde eine
über mehrere Wochen anhaltende Besserung festgestellt. "Auch wenn es sich um
einen ersten Testlauf handelt, sind die Ergebnisse doch sehr ermutigend",
bestätigt die italienische Forscherin. Immerhin sei beinahe ein Drittel der fünf
Millionen an Depressionskrankheiten leidenden Italiener von den besonders
schweren Erscheinungsformen betroffen. Das seien diejenigen Fälle, bei denen
sich auch nach drei Pharmazyklen kein Erfolg eingestellt habe.
Die Betreuung dieser Patientengruppe sei sehr komplex und erfordere den Einsatz
hoch spezialisierter Ärzteteams. Für die Kasse des "Servizio Sanitario Nazionale"
bedeuteten sie eine Ausgabe von fast fünf Mrd. Euro im Jahr. Die herkömmlichen
Therapien stießen - da meist invasiv und traumatisch - auf nur wenig Akzeptanz,
weshalb die Elektrobehandlung eine aussichtsreiche Alternative biete.
Einzelheiten zur Untersuchung der Mailänder Forschergruppe sind in der
Fachzeitschrift "Journal of Affective Disorders " beschrieben. (pressetext.austria)
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