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Einspeicherung in
Metallhydrid-Pulver beschleunigt Tankfüllung
West Lafayette/München - Ein Schritt zu höherer
Praktikabilität des Wasserstoffantriebs für Autos ist Forschern der Purdue
University http://www.purdue.edu
gelungen. In einer von General Motors finanzierten Forschung entwickelten sie
ein System zum Wärmeaustausch, das den Tank schnell mit Wasserstoff füllt und
gleichzeitig die dabei entstehende Hitze abführt. Durch die Einspeicherung in
Metallhydrid könnte der Tank laut Angaben der Forscher innerhalb von fünf
Minuten für Reichweiten von bis zu 500 Kilometern aufgefüllt werden. Die
Tankzeit war bisher insofern eine Herausforderung, da die Befüllung mit
Wasserstoff hohe Temperaturen erzeugt, was eine relativ lange Zeitdauer in
Anspruch nahm.
Hauptproblem der schnelleren Metallhydrid-Einspeicherung sind die dabei
freigesetzten hohen Temperaturen, die ein Kühlungssystem erfordern. "Da der
Wasserstoff enorme Hitze produziert, dauert eine Tankfüllung ohne Kühlung
mindestens 40 Minuten. Diese Lösung ist sehr unpraktikabel", so der
Versuchsleiter Issam Mudawar. Sein neues Konzept basiert auf der Hitzeabführung
durch ein im Tank montiertes Zusatzteil, das Kühlmittel zirkulieren lässt und
durch eine Lamellentechnik Hitze abführt, sobald der Wasserstoff absorbiert
wird. Das Metallhydrid wird in kleinen Abteilungen einer Druckkammer gebunden,
in die man Wasserstoff presst, der sofort vom Hydrid aufgesaugt wird. "Dieser
Prozess ist auch wieder umkehrbar. Der gasförmige Wasserstoff kann vom
Metallhydrid abgegeben werden, wenn der Druck im Tank sinkt", erklärt Mudawar.
Daniel Kammerer, Technologiesprecher von BMW
http://www.bmw.de, stellt die
Entwicklung in Frage. "Metallhydrid ermöglicht zwar das
Einspeichern von Wasserstoff, benötigt jedoch mehr Energie aufgrund der
zusätzlichen Prozessschritte wie die Einlagerung oder das anschließende
Herausholen." Auch sei ein höherer Druck zum Einpressen des gasförmigen
Wasserstoffs erforderlich. "Es stellt sich somit die Frage, zu welcher Energie
dieser Prozess führt und mit welcher Energieladerate er geschieht", so Kammerer.
2006 präsentierte BMW mit dem Hydrogen 7 das erste serienmäßig produzierte
Wasserstofffahrzeug. Bisher blieb es bei den 100
weltweiten Exemplaren, die in Folge auf den Markt gebracht wurden. Bei BMW wolle
man bis nächstes Jahr die Akzeptanz der Fahrzeuge bei den Konsumenten
beobachten, ehe ein Nachfolgemodell diskutiert werde, so Kammerer. "Dennoch
führt in Zukunft kein Weg am Wasserstoffauto vorbei. Da der Horizont für Öl
beschränkt ist, werden Alternativmodelle höhere Bedeutung bekommen." Der
Wasserstoff für den Fahrzeugbetrieb wird derzeit großteils noch aus Erdgas
gewonnen. "Teilweise kommt jedoch auch Biomasse zum Einsatz, sowie
Druckelektrolyse aus grünem Strom", so der BMW-Sprecher. (pressetext.deutschland)
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