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11. April 2009
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Aufrufe: 4154
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Solarkocher im Kartongehäuse gewinnt Zukunftspreis
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Alternative und leistbare
Lösungen für Entwicklungsländer als Ziel
London/Nairobi - Ein kenianischer Solarkocher namens Kyoto-Box
http://kyoto-energy.com, der umgerechnet fünf Euro kostet, hat den "Forum
for the Future Preis"
http://www.forumforthefuture.org in der Höhe von 75.000 Dollar gewonnen. Bei
dem Wettbewerb werden günstige und umweltfreundliche Lösungen für arme Länder
prämiert. Solarkocher verringern einerseits gesundheitsschädliche Abgase in
Wohnräumen, andererseits wird damit die Umwelt geschützt, da der steigende
Bedarf an Brennholz zur Zerstörung der Vegetation führt. Zudem sind viele
Dorfbewohner - zumeist Frauen - täglich stundenlang mit der Suche nach Brennholz
beschäftigt.
Der kenianische Hersteller der Kyoto-Box, die aus Karton gefertigt ist,
hofft, damit das Kochen mit Sonnenenergie etwas populärer zu machen. "Die Kyoto
Box hat das Potenzial Millionen von Menschenleben zu ändern, in dem grüne und
nachhaltige Methoden gefunden werden", so Peter Madden, CEO des Forum for the
Future. Die Solarbox ist sehr einfach konzipiert - sie besteht aus zwei
Kartonschachteln, die mit Reflektorfolien ausgekleidet und mit schwarzer Farbe
ausgemalt sind, um für die maximale Absorption der Solarenergie zu sorgen. Wenn
der Topf mit einer transparenten Folie abgedeckt wird, erhitzt sich das Wasser
auf mindestens 80 Grad. Insgesamt zwei Mrd. Menschen weltweit verwenden Holz zum
Kochen, da andere Brennstoffe zu teuer für sie sind.
"Das ist die einfachste Lösung, die ich gefunden habe", erklärt der Erfinder der
Kyoto-Box und der Gründer des Unternehmens Kyoto Energy, Jon Böhmer. Das sei
auch die Philosophie dahinter. Der Norweger Böhmer arbeitet bereits seit fünf
Jahren an einer optimierten Version. "Was eine große Rolle spielt, ist auch die
Tauglichkeit zur Massenproduktion", meint Böhmer. Bereits bestehende
Kartonhersteller könnten jeden Monat zehntausende der Schachteln produzieren.
Kyoto Energy stellt aber auch andere Billigprodukte für ein besseres und
ökologisch gesünderes Leben her.
Die Idee mit Hilfe der Sonnenenergie zu kochen, ist Jahrhunderte alt. Seit
einigen Jahren bieten auch andere Hersteller solche Kocher an. Eines davon ist
das Deutsche Unternehmen Sun and Ice
http://www.sun-and-ice.de.
Die Modelle mit einem Spiegeldurchmesser von 1,40 Meter sind hervorragend zum
Grillen, Backen, Braten und Frittieren geeignet", so Geschäftsführer Stephan
Zech gegenüber pressetext. Der Solarkocher, der aus einem Parabolspiegel
besteht, habe sich inzwischen über 30.000-fach bewährt. "In zahlreichen Ländern
wurden bereits Werkstätten für die Reparatur und Installation von Solarkochern
eingerichtet." Längerfristig arbeite man daran, die Kocher vor Ort herzustellen.
Untersuchungen haben ergeben, dass die Emissionen von offenem Feuer für Babys
und Kinder besonders in Räumlichkeiten extrem hoch ist. "Wenn zwei Mal am Tag
gekocht wird, entstehen Schadstoffe, die der Menge von 150 filterlosen
Zigaretten entsprechen", so Zech. Die Low-Tech-Solarkocher sind eine wirklich
optimale Möglichkeit darauf zu reagieren.", meint der Experte. (pressetext.austria)
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