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Suchergebnis zu dem Begriff: Polarität
 

Polarität
Ein wichtiges Kennzeichen esoterischen Denkens ist, daß es die Einheit hinter den so verschiedenen Erscheinungen der Welt wahrzunehmen versucht. Deshalb betrachtet es Gegensätze nicht als unvereinbar, sondern als Endpunkte eines zusammenhängenden Kontinuums, einer P. Schwarz und weiß, hell und dunkel, groß und klein etc. bedingen einander, definieren sich wechselseitig und sind deshalb auch nicht voneinander zu trennen. Die Enden einer P. hängen zusammen wie der Nord- und der Südpol eines Magneten.
Dieses zunächst recht theoretisch anmutende Postulat hat weitreichende praktische Konsequenzen, vorausgesetzt, man nimmt es ernst. Es bedeutet, daß man nie einen Pol einer P. auf Kosten des anderen verwirklichen kann. Wer es dennoch versucht, ist immer wieder mit dem konfrontiert, was er eigentlich vermeiden wollte, weil er ungewollt auch den Gegenpol verstärkt. So denken etwa Moralwächter ständig an die Sünde, Kritiker des Kapitalismus an Geld, und Feministinnen an Männer.
Eine solche Auffassung von Gegensätzen ist den meisten Esoterikern sehr geläufig; daher rührt auch ihre Skepsis gegenüber politischen Kampagnen, in denen man sich das Heil einfach von der Bekämpfung eines Gegners verspricht. Freilich sind auch sie nicht ganz gegen Freund-Feind-Denken gefeit. Den --> Materialisten, --> Skeptikern, der "mechanistischen" Wissenschaft, oder auch nur den Anhängern einer anderen spirituellen Gruppierung kann schnell wieder die Rolle des grundsätzlich Anderen zugeschrieben werden. Auch Bemühungen um eine "weibliche Spiritualität" sind ständig in Gefahr, die P. der Geschlechter als Gegensatz aufzufassen.
Lit.: Thorwald Dethlefsen: Schicksal als Chance. München 1980.

Quelle: Rainer Kakuska, “Der Esoterik-Leitfaden” Heyne Verlag (siehe “Bücher”)

 

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