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Suchergebnis zu dem Begriff: Mythos
 

Mythos
griech.; Erzählung. In der Alltagssprache be zeichnet M. heute etwas, was behauptet wird, aber nicht wahr ist ("die Überlegenheit der Breitwandreifen ist ein M."). Im esoterischen Denken werden Mythen aber ernstgenommen und in Ehren gehalten. Sie drücken grundlegende menschliche Erlebnisweisen in dramatischer und --> symbolischer Form aus; als Schöpfungs-M. stellen sie die Urform der --> Kosmologie dar. Zu dieser Auffassung der Mythen hat ganz wesentlich der Psychoanalytiker C. G. --> Jung beigetragen; er konnte zeigen, wie die gleichen Bilder und Motive (--> Archetyp) in den Mythen aller Völker und Kulturen immer wieder auftauchen. Diese Beobachtung veranlaßte ihn zur Annahme eines seelischen Urgrundes, der allen Menschen gemeinsam ist: des "kollektiven Unbewußten."
Unter dem Einfluß von Jung ist es selbstverständlich geworden, sich auf den inneren Kern eines M. zu konzentrieren und ihn aIs Ausdruck seelischen Geschehens zu betrachten. Diese stillschweigende Annahme wird erst dann deutlich, wenn jemand es einmal anders macht. Als etwa Erich von Däniken behauptete, die Geschichten von überlegenen Wesen, die vom Himmel kamen, seien ganz wörtlich zu nehmen und wahr (--> Außerirdische), erntete er auch von esoterischer Seite Ablehnung: Wie schließlich jedermann wisse, drücken die Mythen von Göttern nur psychische Kon stellationen in Form einer Geschichte aus.
Auf jeden Fall schärft die Beschäftigung mit Mythen, die einem in der Esoterik ständig begegnen, den Blick dafür, wie sehr mythische Motive auch unseren moder nen Alltag prägen.
Lit.: Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten. Frankfurt 1953.

Quelle: Rainer Kakuska, “Der Esoterik-Leitfaden” Heyne Verlag (siehe “Bücher”)

 

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