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Suchergebnis zu dem Begriff: Kabbala
 

Kabbala
hebr.; Überlieferung. Die esoterische Tradition des Judentums, die lange Zeit nur mündlich überliefert und erst ab dem 7. Jh. in Spanien und Südfrankreich schriftlich festgehalten wurde. Kernstück der Lehre stellt die Annahme von zehn "Sephiroth" dar (Einzahl "Sephira"). Darunter versteht die K. Grundprinzipien, über die sich das form- und namenlose Göttliche in der manifestierten Welt verwirklicht. Sie werden im --> Lebensbaum dargestellt, einem Diagramm, das Beziehungen der Sephiroth zueinander verdeutlicht und damit die innere Struktur des Universums wiedergibt. Auf dieser Grundlage ist in der K. ein äußerst detailliertes, vielschichtiges System entwickelt worden, zu dessen Verständnis eine einzige --> Inkarnation wahrscheinlich gar nicht ausreicht.
Wer den Aufbau der Welt kennt, kann auch großen Einfluß auf sie ausüben: Dieser Logik folgend hat sich aus der K. eine umfangreiche --> magische Praxis entwickelt, so daß das Wort "Kabbalist" gelegentlich zum Synonym für "Magier" wurde. Eine große Rolle spielen dabei die "wahren Namen Gottes" und die Bedeutung der Zahlen. --> Gematria.
Die K. hat auf die westliche Esoterik einen nachhaltigen, wenn auch manchmal untergründigen Einfluß ausgeübt. Ihre praktische Seite wurde besonders durch die englische --> Magie des 19. Jhs. wieder bekannt, vor allem durch den --> Golden Dawn. In der heutigen magischen Literatur fehlt der Lebensbaum jedenfalls selten. Allerdings verkommt er dort oft zum bloßen Trainingsmanual für magische Operationen.
Lit.: Gershom Scholem: Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen. Frankfurt 1980.
Dion Fortune: Die mystische Kubbala. Freiburg 1990.

Quelle: Rainer Kakuska, “Der Esoterik-Leitfaden” Heyne Verlag (siehe “Bücher”)

 

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