Die esoterische Natur des Menschen

David V. Tansley

 

Nur Narren begnügen sich mit der Außenansicht der Dinge, die Erkenntnis der inneren Vorgänge ist ein Geheimnis, das heilenden Menschen gehört.

Paracelsus

 

Seit alters gibt es die Ansicht, dass der physische Körper des Menschen lediglich die äußere Manifestation oder der sichtbare Ausdruck von feinstofflicheren Manifestationsformen ist. Hinweise auf diese unsichtbaren Körper finden sich in zahlreichen alten Schriften aus China, Indien, Ägypten und dem antiken Griechenland. Auch die Bibel bezieht sich häufig auf die feinstoffliche Anatomie des Menschen, insbesondere die Offenbarung des Johannes.

Es ist heute üblich, solche altehrwürdigen Überzeugungen als bloßen Aberglauben zu betrachten und diese als unnütz und jenseits aller Wissenschaftlichkeit abzutun. Erstaunlicherweise aber verraten diese Schriften, von denen manche älter als 5000 Jahre sind, dass die Seher und Philosophen jener Zeit eine erstaunlich detailreiche Kenntnis der Anatomie und Physiologie des Nervensystems und des endokrinen Systems besaßen. Das sind Gebiete, auf denen die moderne Wissenschaft noch viel zu lernen hat.

Die Realität ätherischer Kräfte und die subtilen Wirkungsweisen der Natur dürfen nicht auf eine pseudomystische Art und Weise betrachtet werden, sondern müssen in einen in der Praxis anwendbaren Zusammenhang mit Bezug auf den lebendigen Menschen gestellt werden. Die vage Vorstellung von feinstofflichen Körpern, die dem physischen Leib zugrunde liegen, muss durch die Kenntnis der Strukturen ersetzt werden, welche in einer festumrissenen Beziehung zur sichtbaren Anatomie des Menschen und ihren physiologischen Prozessen stehen.

 

Das Folgende ist eine Skizze der siebenfachen Natur des Menschen und der Ebenen der Materie, auf denen sich die verschiedenen Aspekte seines Seins finden. Die sieben Ebenen, auf denen das Wesen des Menschen sich entfaltet, sind, von oben nach unten gesehen, folgende:

die erste oder göttliche Ebene;
die zweite oder monadische Ebene;
die dritte oder spirituelle Ebene;
die vierte oder intuitive Ebene;
die fünfte oder mentale Ebene;
die sechste oder emotionale Ebene und schließlich
die siebte oder physische Ebene.

Jede dieser Ebenen kann wiederum in sieben Unterebenen unterteilt werden, so dass wir insgesamt 49 Ebenen zählen. Der höchste Aspekt des Menschlichen findet sich auf der monadischen Ebene; er findet seinen Ausdruck durch die Seele, welche sich in den höheren Mentalebenen befindet. Die Seele wiederum bedient sich des niederen Selbst, um in den drei Welten des niederen Mentalen, des emotionalen und des Physischen Erfahrungen zu sammeln.

Mit anderen Worten: Der Mensch manifestiert sich als eine Triplizität oder Dreiheit aus Geist, Seele und Körper. Der reine Geist entspricht dem Vater im Himmel, die Seele ist das höhere Selbst, während der Körper das niedere Selbst darstellt. Das niedere Selbst ist seiner Natur nach ebenfalls eine Dreiheit, bestehend aus einem mentalen Körper, dem emotionalen oder astralen sowie dem physisch-ätherischen Körper.

Das niedere Selbst könnte als Quaternität oder Vierheit angesehen werden, wenn man den physischen und den ätherischen Körper als einzelne Wesenheiten auffasst. Vom esoterischen Gesichtspunkt jedoch wird der physische Körper - im Gegensatz zum Ätherleib - nicht als Grundprinzip aufgefasst, und für unsere Zwecke ist der physische Körper gleichbedeutend mit dem ätherischen.

Kurz zusammengefasst: Der Mentalkörper ist die Ebene des Bewusstseins oder von Chitta, wie die Bezeichnung in der Philosophie des Ostens (Indiens) lautet. Der Mentalkörper ist das subtilste Vehikel, dessen sich die Seele bedient.

Der Astralleib ist das Medium, durch das Emotionen erfahren werden. Auf dieser Ebene wird das Wechselspiel der Begierden erlebt, weshalb der Astralleib auch als 'Körper des Verlangens' bezeichnet wird. Hier wird die Polarität von Freude und Leid, Angst und Mut und so fort erlebt. Die meisten Menschen leben sehr stark durch diese Ebene; eine Folge davon sind Krankheitszustände, die ihre Ursache in dem ständigen, chaotischen Wechselspiel von Energien in diesem Bereich haben. Aus diesem Grund muss der Radionik-Therapeut lernen, diese Zusammenhänge zu verstehen.

Der Ätherleib, die dichteste der feinstofflichen Ebenen, vitalisiert und energetisiert den physischen Körper und bindet das Individuum in das Energiefeld der Erde ein.

Der physische Körper mit seinen verschiedenen Organsystemen und seinen festen, flüssigen und gasförmigen Substanzen ist der Ort, den die Seele wählt, wenn die Zeit gekommen ist, sich auf der physischen Ebene zu manifestieren.

aus: David V. Tansley
"Der feinstoffliche Mensch"
Synthesis-Verlag € öS 175,- / DM 24,80

ISBN 3-922026-62-1

 

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