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Erfahrungsberichte

von Lesern

 
Der folgende Artikel ist ein Erfahrungsbericht einer unserer Leserinnen.
 

Manchmal erreichen unsere Redaktion Briefe und Beschreibungen von Erlebnissen, die wir sehr gerne mit unseren Lesern und Freunden des "Bewusst Sein" teilen möchten. Es handelt sich dabei um wahre Geschichten, Erinnerungen an Erlebnisse früherer Leben, die in der jetzigen Zeitenwende immer häufiger zutage treten.
Wenn Sie mit der Verfasserin dieses Berichtes Kontakt aufnehmen wollen, erhalten Sie die Kontaktadresse über die Redaktion von Bewusst Sein. Die Verfasserin würde sich über einen Erfahrungsaustausch mit Menschen, die ebenfalls Reinkarnationserinnerungen haben, sehr freuen. Wir leiten Ihr Schreiben gerne weiter (Email/Post/Fax an die Redaktion: Redaktion Bewusst Sein).

 

Eine esoterische Daseinserfahrung

von M. H.

Im gegenwärtigen Entwicklungsstadium, das zu einer globalen Änderung führt, es zu einer Annäherung der Standpunkte kommt, die Gegensätze weniger werden und das Bewusstsein angehoben wird, eine Entwicklung, die ein Spirituellerwerden auf Erden, ein stärkeres Wahrnehmen des Göttlichen ermöglicht und die in der Esoterik als Zeitenwende bezeichnet wird, habe ich mich überdeutlich an mein vergangenes Leben erinnert, das mit einer Katastrophe geendet hat.
 

Das Entsetzliche war im November 1823, Kirche und der Staat Metternich-Habsburg haben das zuwege gebracht; eine der letzten Scheiterhaufenverbrennungen im Lande, genauer gesagt die vorletzte. Elisabeth Frank aus Frankenfels in NÖ., eine junge Ordensfrau im Kloster in Lilienfeld, verbrannt als Giftmörderin, die sie nicht war, beschimpft als Hexe, die sie genauso wenig war. Sie hat den Prozess bekommen, angeklagt als Mittäterin einer älteren Klosterschwester, die tatsächlich ein solches Verbrechen begangen hat, die geständig war, deren Leben sowieso verwirkt war, und gegen die sie hätte aussagen sollen, dass sie auf ihr Geheiß gehandelt hat, ihr in irgendeiner Weise an die Hand gegangen ist oder etwas gesehen hat. Sie konnte und durfte gegen sie nicht aussagen, da sie durch ein kirchliches Schweigegelübde gebunden war, von dem man sie nicht befreit hat, obwohl die aus Frankenfels gekommene Mutter die kaltherzige Klostervorsteherin von Sprinzenstein dahingehend dringlich bat, den Amtmann Friedrich Grosz beschwor, die Lage der unter Schweigepflicht stehenden zu berücksichtigen, was der natürlich nicht tat und mich verurteilte.

Die Mutter, die ihr Kind bestürmte, das Gelübde zu brechen und zu reden wie es auch die andere Mitangeklagte Rosa Kraletz tat und damit ihr Leben rettete. Ein Bauer aus der Umgebung hat diese aufgenommen, im Kloster konnte sie nach dem gebrochenen Gelübde nicht bleiben. Elisabeth hätte wieder nach Hause kommen können, sie hatte eines im Gegensatz zur Waise Rosa.

Ich erinnere mich an den gesamten Hergang, an die unterschiedlichen Gefühle der Beteiligten und ihr Verhalten wie auch die der Familie. Ich weiß was gesprochen wurde. Das Holz für den Scheiterhaufen haben sie aus dem Stift gekriegt und die dafür Geld. Ich kenne den Platz außerhalb des Ortes, wo das Entsetzliche geschah.

Elisabeth selbst hatte bis zuletzt gehofft, dass sie reden darf, dass sie das Kloster reden lässt. Eine andere Klosterschwester, zum Richtplatz geordert, ließ noch Hoffnung aufsteigen. In Wirklichkeit war die nur dort, um Frau v. Sprinzenstein zu berichten, ob Elisabeth das Gelübde etwa doch bricht.

Geweint hat Elisabeth so viel, Angst gehabt vor dem Feuer und trotzdem nicht geredet.

Am Gerichtstag haben die Häscher (es gab auch einen Fluchtversuch mit der Rosa, wir wurden gefasst von den Häschern in der Nähe des Klosters, östlich davon) die Arbeit gemacht, einer von ihnen hat sich besonders hervorgetan.

In der Früh haben sie angefangen, am Nachmittag war sie noch nicht tot, erst am Abend. Lauter Brandwunden. Das Feuer ist immer ausgegangen, das Holz hat nicht gebrannt. Da holten sie trockenes Reisig aus dem Wald und verbrannten sie damit. Als Elisabeth schon nicht mehr reden konnte, so verbrannt war sie, war jene Klosterschwester noch immer dort, um weisungsgemäß zu berichten.

 

Einigen von damals bin ich an meinem letzten Arbeitsplatz (einem Zentrum für Geschichte) begegnet, erst jetzt weiß ich, warum ich mich in ihrer Gegenwart voller Kälte so ungut fühlte. Auch der undemokratischen Einstellung des Amtmannes von damals begegnete ich dort neuerlich.

Jetzt in der Zeitenwende, wo Bewusstseinsentwicklung getrennt wird, stehe ich vor der Aufgabe zu verzeihen, um den Aufstieg auch im Gefühlsbereich zu schaffen. Im Mentalbereich gibt es ihn schon seit langem. Aber jetzt - den Lebensfaden abgeschnitten mit der Erinnerung, wo sich Verzweiflung, Entsetzen, Schock, Hassgefühle, nervenfieberähnliche Zustände, Wunsch nach Genugtuung einstellten und ein Nicht-mehr-Weiterkönnen, jetzt heißt es vergeben!!

Linderung in diesen grauenhaften Zuständen brachten Energiearbeit, Lichtwesen-Essenzen, Schulmedizin und auch der Satz der Dichterin Gertrud van Le Fort:

"Im Verzeihen des Unverzeihlichen
ist der Mensch Gottes Liebe am nächsten."

Vollständig leben kann ich ihn noch nicht.

 

M. H.
(Die Verfasserin können Sie über die Redaktion von Bewusst Sein kontaktieren)

 

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