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Buchauszug in der Ausgabe 211

von Bewusst Sein im Juni 2005

 

 

Wir alle stehen vor einem Rätsel. Wir werden in dieses Universum geboren, wachsen auf, arbeiten, spielen, verlieben uns, und am Ende unseres Lebens steht uns der Tod bevor. Doch in all diesem Treiben begleiten uns stets eine Reihe überwältigender Fragen: Was ist das Wesen des Universums, was ist unser Platz darin, was ist der Sinn des Universums, was sein Zweck? Wer sind wir und was ist der Sinn unseres Lebens?

Indem Wissenschaftler erforschen, woraus das Universum besteht, wie Materie entstanden ist und wie Leben begonnen hat, nehmen sie teil an dem Bestreben, diese Fragen zu beantworten

David Peat, Physiker

Zu Hause im Universum
Die neue Vision der Wirklichkeit

Das Buch, aus dem diese Leseprobe entstammt, beschreibt die Ursprünge und wesentlichen Elemente der Idee eines auf Information und Energie gründenden Universums und erkundet, wie und warum es in Physik und Kosmologie, in den Biologiewissenschaften und in dem neuen Feld der Bewusstseinsforschung zum Vorschein kommt. Es unterstreicht die zentrale Eigenschaft der Theorie, die revolutionäre Entdeckung, dass die reale Welt in einem verbindenden, Information erhaltenden und Information übermittelnden kosmischen Feld wurzelt.

 

Seit Jahrtausenden haben Mystiker und Seher, Weise und Philosophen darauf bestanden, dass ein solches Feld existiert. Im Osten nannte man es die Akasha Chronik, im Westen wurde es dagegen von der Mehrheit der Wissenschaftler als ein Mythos angesehen. Erst jetzt, da die letzten wissenschaftlichen Entdeckungen uns neue Horizonte eröffnet haben, wird dieses Feld wiederentdeckt. Die Auswirkungen des Akasha-Felds beschränken sich nicht auf die materielle Welt. Das A-Feld (wie wir es im Weiteren nennen werden) informiert alles, was lebt das gesamte Netz des Lebens, einschließlich unseres Bewusstseins.

Im ersten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts erlebte die Wissenschaft einen fundamentalen 'Paradigmenwechsel', und heute, im ersten Jahrzehnt des einundzwanzigsten Jahrhunderts, stehen wir erneut vor einer Situation, wo sich in vielen wissenschaftlichen Disziplinen die Rätsel und Anomalien häufen: Die Wissenschaft steht vor einem neuen Paradigmenwechsel, wahrscheinlich ebenso fundamental wie die Revolution, die die Wissenschaft aus Newtons mechanistischer Welt in Einsteins relativistisches Universum katapultiert hat.

Die heute wichtigsten Arten von Anomalie sind Anomalien von Kohärenz und Korrelation. Kohärenz ist ein lange bekanntes physikalisches Phänomen. In seiner gewöhnlichen Form handelt es sich um kohärentes Licht, dessen Wellen in konstanter Harmonie im Raum schwingen. Mit gewöhnlichen Lichtquellen erzielt man Kohärenz nur über Abstände von wenigen Metern. ... Doch die Art Kohärenz, wie man sie heute entdeckt, ist komplexer und bemerkenswerter als die Standardform. Sie deutet auf eine quasimomentane Einstimmung zwischen den Teilen oder Elementen eines Systems hin, sei dieses System ein Atom, ein Organismus oder eine Galaxis. Alle Teile eines derart kohärenten Systems stehen in solcher Wechselbeziehung zueinander, dass was mit einem Teil geschieht auch allen anderen widerfährt.

Nun stoßen Forscher in immer mehr wissenschaftlichen Disziplinen auf diese verblüffende Form von Kohärenz und auf die Wechselbeziehung, die ihr zugrunde liegt, sei es in Kosmologie, Evolutionsbiologie oder Bewusstseinsforschung. All dies deutet auf eine zuvor unbekannte Form und Stärke von Einheit in der Natur hin. Die Entdeckung dieser Einheit bildet den Kern des nächsten wissenschaftlichen Paradigmenwechsels.

Die Rätsel der Kosmologie

In der Kosmologie, einem Zweig der Astronomie, herrscht große Unruhe. Je tiefer die neuen, unerhört leistungsfähigen Instrumente in die Ferne des Universums blicken, desto mehr Geheimnisse entdecken sie. Die meisten dieser Geheimnisse haben etwas gemeinsam: Sie zeigen eine verblüffende Kohärenz über alle Entfernungen in Raum und Zeit. Das Universum ist so komplex und kohärent, wie es sich früher nur Dichter und Mystiker vorzustellen wagten. Hier eine Auswahl der verblüffenden Beobachtungen, die diesen Schluss nahe legen:

  • Die 'fehlende Masse' des Universums: Der Kosmos enthält mehr Gravitation, als sich durch sichtbare (oder unsichtbare, sog. 'dunkle') Materie erklären lässt, doch in der Physik kann nur Materie Masse haben und damit Gravitation ausüben.
  • Das Zusammenspiel mancher kosmischer Zahlenverhältnisse: Die Masse von Elementarteilchen, die Anzahl verschiedener Teilchenarten und die Kräfte, die zwischen ihnen herrschen, sind auf geheimnisvolle Weise alle zugunsten bestimmter Zahlenverhältnisse abgestimmt, die immer wieder in der Natur auftauchen.
  • Das 'Horizontproblem': Die Galaxien und andere Großstrukturen des Universums entfalten sich überall fast in gleicher Konzentration, ganz gleich in welche Richtung man von der Erde aus schaut und selbst über Entfernungen, die es unmöglich machen, dass diese Strukturen durch Lichtsignale miteinander in Verbindung stehen könnten. (Nach der Relativitätstheorie kann kein Signal schneller als Licht sein.)
  • Die Feinabstimmung der allgemeinen Naturkonstanten: Die Schlüsselparameter des Universums sind verblüffend fein darauf abgestimmt, nicht nur wiederkehrende Harmonieverhältnisse hervorzubringen, sondern auch die andernfalls extrem unwahrscheinlichen Bedingungen zu schaffen, unter denen Leben im Kosmos entstehen und sich entwickeln kann.

Heute erscheint die Standardkosmologie des Urknalls nicht mehr so gesichert wie noch vor wenigen Jahren. Die Urknalltheorie bietet keine vernünftige Erklärung für die beobachtete Anomalien. ... Das Problem der 'Abstimmung der Konstanten' ist besonders beunruhigend. Die drei Dutzend oder mehr physikalischen Parameter des Universums sind so fein abgestimmt, dass sie zusammen die höchst unwahrscheinlichen Bedingungen schaffen, unter denen Leben auf der Erde entstehen (und vermutlich auf anderen geeigneten Planeten) und sich zu immer höherer Komplexität entwickeln konnte.

All diese Rätsel sind 'Kohärenzrätsel', überall geht es um 'Zusammenhänge', die es möglich erscheinen lassen, dass dieses Universum nicht in zufälliger Fluktuation des zugrunde liegenden Quantenvakuums entstand.


Die Rätsel der Quantenphysik

Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts hat die Quantenphysik die Physik der physikalischen Welt des Ultrakleinen die eigenartigsten, geradezu unvorstellbaren Erkenntnisse hervorgebracht. Die Entdeckungen der Quantenphysik zeigen, dass die kleinsten identifizierbaren Einheiten von Masse, Kraft und Licht eigentlich aus Energie bestehen, aber nicht aus einem kontinuierlichen Energiefluss, sondern Energie in bestimmten Paketen, die man als Quanten bezeichnet.

Diese Energiepakete sind nicht Materie, obwohl sie materieartige Eigenschaften haben können, zum Beispiel Masse, Gravitation und Trägheit. Sie erscheinen wie Objekte, jedoch nicht wie gewöhnliche Objekte im üblichen Sinne: Sie sind sowohl Teilchen als auch Welle. Misst man eine ihrer Eigenschaften, so werden ihre anderen Eigenschaften unmessbar und unbeobachtbar. Und sie sind momentan und ohne Austausch von Energie 'verwickelt' miteinander, ganz gleich wie weit sie voneinander entfernt sind.

  • In ihrem ursprünglichsten Zustand befinden sich Quanten zu einem Zeitpunkt nicht nur an einem Ort. Jedes einzelne Quant ist sowohl 'hier' als auch 'da'. In gewissem Sinne ist es überall in Raum und Zeit. Diese Nichtlokalität kümmert sich weder um Zeit noch um Raum. Sie existiert, ob die Entfernung zwischen den Teilchen und Atomen Millimeter oder Lichtjahre misst und ob die Zeit, die sie trennt, Sekunden oder Jahrmillionen beträgt.
  • Bis man sie beobachtet oder misst, besitzen Quanten keine bestimmten Eigenschaften, sondern existieren gleichzeitig in mehreren Zuständen. Diese Zustände sind nicht 'real', sondern 'potentiell' es sind die Zustände, die die Quanten besetzen können, sobald man sie beobachtet oder misst. (Es ist, als fische der Beobachter oder das Messinstrument die Quanten aus einem Meer von Möglichkeiten. Erst wenn der Fischer ein Quant aus diesem Meer zieht, verwandelt es sich von einem virtuellen zu einem realen Etwas - doch man weiß nie im Voraus, zu welchem der realen Gebilde, zu denen es werden kann, es tatsächlich werden wird. Es scheint vielmehr seine realen Zustände selbst auszusuchen.)
  • Selbst wenn das Quantum sich in einem realen Zustand befindet, erlaubt es uns nicht, alle Eigenschaften dieses Zustands gleichzeitig zu beobachten oder zu messen: Sobald wir eine dieser Eigenschaften messen (zum Beispiel seinen Ort oder seine Energie), wird ein anderer 'unscharf' (etwa seine Geschwindigkeit oder der Zeitpunkt der Beobachtung).
  • Quanten sind sehr gesellig: Befinden sich mehrere Quanten erst im gleichen Zustand, bleiben sie für immer darin verbunden, so weit sie sich auch voneinander entfernen mögen. Wird eines der ehemals verbundenen Quanten einer Wechselwirkung ausgesetzt (also beobachtet oder gemessen), sucht es sich seinen eigenen Zustand aus und sein Zwillingsquant findet ebenfalls seinen eigenen Zustand, wenn auch nicht willkürlich: Es wählt seinen Zustand entsprechend der Wahl des ersten Zwillings. Es wählt jedoch nie den gleichen Zustand wie sein Zwilling, sondern immer einen 'komplementären' Zustand.
  • Auch in einem komplexen System (wie etwa einem kompletten Versuchsaufbau) legen Quanten solche Geselligkeit an den Tag. Messen wir eines der Quanten in dem System, so werden auch die anderen 'real' (also einem alltäglichen Objekt ähnlich). Noch bemerkenswerter: Sobald man ein Experiment aufbaut, mit dem ein bestimmtes Quantum getrennt gemessen werden kann, werden alle anderen Quanten 'real', selbst wenn das Experiment nie durchgeführt wird!


Die Rätsel der Biologie

Die supergroßen und ultrakleinen Domänen der physischen Welt erweisen sich als auf verblüffende Weise verknüpft und zusammenhängend. In alltäglichen Größenordnungen verhält sich die Welt dagegen vernünftiger. Hier findet man die Dinge zu jeder bestimmten Zeit nur in einem Zustand, sie sind entweder hier oder dort, nicht an zwei Orten zugleich. So nimmt man jedenfalls allgemein an, doch wenn es um Lebewesen geht, trifft es auch hier nicht zu. Das mag überraschen, denn Lebewesen bestehen aus Zellen, die ihrerseits aus Molekülen, dann aus Atomen und schließlich aus Elementarteilchen zusammengesetzt sind. Und selbst wenn diese Teilchen sich 'verrückt' benehmen, sollte der Gesamtorganismus ein klassisches, vernünftiges Objekt sein. Schließlich sollten sich alle Unbestimmtheiten auf der Quantenebene einander aufheben, wenn man die Welt im Großen betrachtet.

Doch dem ist nicht so. Organismen sind keine klassischen Objekte jedenfalls nicht ganz. Augenblickliche, multidimensionale Korrelationen zeigen sich zwischen Teilen eines lebenden Organismus und sogar zwischen Organismen und Umwelten. Forscher an vorderster Front der Quantenbiologie entdecken, dass Atome und Moleküle im Organismus und gar ganze Organismen und ihre Umgebung fast so 'verschränkt' sind wie Elementarteilchen, die im gleichen Quantenzustand entstanden sind ...

Könnte ein Feld, zuweilen als 'Biofeld' bezeichnet, augenblicklich und fortwährend die unzähligen Wechselwirkungen zwischen den unzähligen Molekülen, Genen und Zellen koordinieren und ganze Organismen und Arten mit ihrer Umwelt in Beziehung halten?

Könnte es sein, dass das A-Feld auch in der Welt des Lebens wirksam ist, dass es Organismen und Ökologien untereinander verbindet, so wie es im Ultrakleinen die Quanten und im Supergroßen das Universum verbinden könnte?


Die Rätsel der Bewusstseinsforschung

Bewusstsein ist unser vertrautester und unmittelbarster Begleiter, von der Geburt bis zum Tod (so nimmt man jedenfalls an). Es ist einzig und scheint jedem von uns allein zu gehören. Doch 'mein' Bewusstsein ist vielleicht gar nicht einzig und allein 'meines'. Die Verknüpfungen zwischen 'meinem' Bewusstsein und dem Bewusstsein anderer, die traditionellen, vermeintlich primitiven, doch in vieler Hinsicht hoch entwickelten Völkern wohl bekannt waren, werden heute wiederentdeckt, und zwar in kontrollierten Experimenten mit Gedanken- und Bildübertragung und mit der Wirkung, die der Geist eines Menschen auf den Körper eines an deren hat.

Heutige Entdeckungen in den Außenbezirken des menschlichen Bewusstseins rufen Einsteins Worte in Erinnerungen, die er vor einem halben Jahrhundert niedergeschrieben hat: "Ein menschliches Wesen ist ein Teil des Ganzen, das wir 'Universum' nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Es erfährt seine Gedanken und Gefühle als etwas von allem anderen Getrenntes eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unsere persönlichen Entscheidungen und unsere Zuneigung für die wenigen uns am nächsten stehenden Personen beschränkt."

Während in der konservativen Sicht menschliche Kommunikation und Wechselwirkung auf unsere Sinneskanäle beschränkt ist (alles in unserem Geist, so sagt man, muss zuvor in Auge oder Ohr gewesen sein), sind Psychologen, Psychiater und Bewusstseinsforscher, die auf diesem Gebiet führend sind, heute dabei, wieder zu entdecken, was Einstein erkannte und was uralte Kulturen immer schon gewusst haben: dass wir auch auf feinere, umfassende Weise miteinander verbunden sind. In der heutigen Literatur werden derartige Verbindungen als transpersonal bezeichnet.


Die suchen nach dem Gedächtnis des Universums

Wenn wir diese Verbindungs- und Beziehungsrätsel betrachten, kommen wir zu einem bemerkenswerten Schluss: Die Verbindungsnetzwerke, die einen sich kohärent entwickelnden Kosmos ausmachen, die Verwickelung von Quanten, die unmittelbare Verbindung zwischen Organismen und Umwelten sowie zwischen dem Bewusstsein eines Menschen und dem eines anderen, selbst weit entfernten Mitmenschen, haben alle ein und dieselbe Erklärung. Das Universum enthält nicht nur Masse und Energie, sondern auch ein feineres und doch wirkliches Element: Information in Form von aktiver und wirksamer 'Information'.

Information dieser Art verbindet alle Dinge in Raum und Zeit ja sogar durch Raum und Zeit. Die durch Information geschaffenen Verbindungen über beliebige Entfernungen im Raum stehen hinter dem Phänomen, das Physiker als Nichtlokalität bezeichnen. Ebensolche informative Verbindungen in der Zeitdimension erklären das Phänomen Gedächtnis.

Was ist 'Information'? Information ist nicht Information gemäß irgendeiner der gegenwärtigen technischen oder nicht technischen Definitionen. Sie ist weder empfangenes Wissen um eine Tatsache oder ein Ereignis noch ein einem Übertragungskanal aufgeprägtes Muster.

Information ist eine feine, quasi augenblickliche, nicht flüchtige und energielose Verbindung zwischen Dingen an verschiedenen Orten im Raum zu verschiedenen Zeitpunkten. ... Was ihre zeitliche Beständigkeit betrifft, betrachtet man sie als eine Form von Erinnerung sowohl in der Natur als auch in der inter- und transpersonalen Kommunikation.

Ob es sich in der Sphäre der Natur oder im Bewusstsein zeigt, die Erklärung des Phänomens der Information ist stets dieselbe: Sie ist die Reaktion des als 'Quantenvakuum' bezeichneten kosmischen Plenums auf Dinge und Ereignisse in Raum und Zeit. Alle Dinge und Ereignisse, die sich in Raum und Zeit zutragen, hinterlassen Spuren im Vakuum das heißt, sie 'informieren' es , und das informierte Vakuum wirkt seinerseits auf Dinge und Ereignisse ein es 'informiert' sie. Die unterschwellige 'Formung' von Dingen und Ereignissen durch Wechselwirkung mit dem Vakuum ist die Ursache für das beobachtete (sonst als sonderbar und anomal zu betrachtende) Phänomen der Information.

Dies ist die 'Theorie der Information', keinesfalls zu verwechseln mit dem, was man derzeit als 'Informationstheorie' bezeichnet . . .

Nach den Vermutungen einiger bahnbrechender Wissenschaftler und Erfinder, darunter Nicola Tesla, dann David Bohm und, in jüngerer Zeit, Harold Puthoff, werden Verbindungen im Bereich der Natur, des Lebens und des Bewusstseins vermittelt durch ein fundamentales Informationsfeld im Herzen des Kosmos.

Schon zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts sprach das lange vernachlässigte und heute wieder entdeckte Genie Nicola Tesla, der Vater der modernen Kommunikationstechnologien, von einem 'ursprünglichen Medium', das den Raum erfüllt, und verglich es mit Akasha, dem Lichtäther. In einem unveröffentlichten Artikel aus dem Jahr 1907, "Die größten Errungenschaften des Menschen", schrieb er, dieses ursprüngliche Medium, eine Art Kraftfeld, würde zu Materie, wenn Prana, die kosmische Energie, darauf einwirkt, und sobald diese Einwirkung aufhört, verschwinde die Materie und werde wieder zu Akasha. Da dieses Medium allen Raum fülle, könne alles, was im Raum geschieht, darauf bezogen werden. Die Krümmung des Raums, die etwa zur gleichen Zeit von Einstein postuliert wurde, war nach Teslas Ansicht nicht die Lösung.

Heute sind ... eine kleine, aber wachsende Gruppe von Physikern und Forschern dabei, die Rolle der aktiven 'Information' in der Natur wieder zu entdecken. Sie siedeln das Informationsfeld der Natur im Quantenvakuum an, dem viel diskutierten, aber bisher nur ungenügend verstandenen Energieozean, der den kosmischen Raum erfüllt.

Obwohl es noch viel über das Quantenvakuum zu entdecken gibt, ist heute schon klar, dass es sich dabei um ein super dichtes kosmisches Medium handelt. Es ist das Trägermedium für Licht und alle universalen Naturkräfte. Druckwellen können sich in ihm fortpflanzen und das Universum von einem Ende zum anderen durchqueren. ... Diese Wellen bestimmen nun die physikalischen Wechselwirkungen, indem sie die Stärken der Gravitationskraft sowie der elektromagnetischen und starken und schwachen Kernkräfte festlegen. Durch Resonanz verstärken sie manche Schwingungen und unterdrücken andere. So sind sie schließlich verantwortlich für die Verteilung von Materie im ganzen Kosmos. Alle Prozesse haben einen inneren Rhythmus gemäß ihrer Resonanz mit den stehenden Vakuumwellen. Das Vakuum ist ein ultraschwacher kosmischer Hintergrund, der als morphogenetisches Feld wirkt.

Das Quantenvakuum scheint Licht, Energie, Druck und Musik zu übertragen. Könnte es jedoch noch eine weitere Eigenschaft aufweisen, durch die es getrennte, selbst weit voneinander entfernte Ereignisse in Beziehung setzt? Könnte es die Korrelationen schaffen, die für die erstaunliche Kohärenz in der Quantenwelt, der Welt der Organismen und des Bewusstseins und für die Kohärenz des gesamten Universums sorgen?

Experimente am Brookhaven National Laboratory nicht weit von New York belegen die extreme Dichte des Vakuums, das demnach 30- bis 50-mal dichter wäre als erwartet.

Die Brookhaven-Experimente könnten zeigen, dass ein superdichtes und zugleich superflüssiges Medium die Teilchen bindet, aus denen die Materie im Universum gemacht ist. Dieses 'Vakuum' strukturiert die fundamentalen Bausteine der 'Materie' und erzeugt Kohärenz zwischen ihnen. 'Das physikalische Vakuum', sagt einer der Forschungsdirektoren in Brookhaven, "ist keineswegs leer. Es ist eine komplizierte Struktur."
Über die Struktur des Vakuums mag noch vieles unbekannt sein, doch es ist heute schon klar, dass es Kohärenz zwischen den Teilchen erzeugt, die in ihm eingebettet sind. Diese Kohärenz erzeugende Eigenschaft des Vakuums ist nicht nur im Sinne von Energieübertragung zu erklären. Sie ist eher die Übertragung einer besonderen Art von Information: Physikalisch wirksame, aktive Information oder 'Information'. So kann man heute durchaus annehmen, dass das Quantenvakuum nicht nur ein Meer von Energie, sondern auch ein Ozean von Information ist.

Das A-Feld taucht auf

Schon als wir die Rätsel der Mainstream-Wissenschaften betrachteten, hatten wir den Verdacht, bei dem geheimnisvollen Feld, auf das die über Zeit und Raum hinausgreifenden Korrelationen in Kosmos und Bewusstsein hindeuten, könnte es sich um ein Informationsfeld im Herzen des Kosmos handeln. Diesen Verdacht sahen wir dann bestätigt: Das Nullpunktfeld im Quantenvakuum ist nicht nur ein superdichtes Energiefeld, sondern auch ein superreiches Informationsfeld das holographische Gedächtnis des Universums.

Diese Erkenntnis erinnert an eine Idee aus der indischen Philosophie, die Akasha-Chronik. Danach prägt sich alles, was auf der Welt geschieht, dem Akasha-Feld ein. Es ist also sinnvoll, dass neuerlich (wieder) entdeckte Informationsfeld das 'A-Feld' zu nennen, nach den antiken Überlieferungen über das Akasha-Feld. Das A-Feld bezieht seinen Platz unter den fundamentalen Feldern des Universums, neben dem G-Feld (Gravitationsfeld) und den vereinigten elektromagnetischen und nuklearen Feldern und den Quantenfeldern.

Das A-Feld vernetzt alle physischen Systeme zu einem hochkohärenten Ganzen. Anders als nach Darwins Theorie der zufälligen Mutationen, die zum Überleben der am besten angepassten Varianten führt, spielt also in einer A-Feld-Welt purer Zufall, einfaches Würfeln keine fundamentale Rolle in der Evolution. Das A-Feld befindet sich in ständiger Wechselwirkung mit Materie auf jeder Ebene, von subatomaren bis zu kosmischen Größenordnungen, und beeinflusst so, auf welche Weise alles Lebende wächst, sich anpasst und weiterentwickelt. So kommt eine hoch kohärente Welt zustande, in der Dinge auf der einen Ebene (zum Beispiel Atome) unter dem Einfluss von Dingen auf einer anderen Ebene stehen (zum Beispiel Menschen), die wiederum von anderen Ebenen bis hinauf zum Universum beeinflusst werden, ja gar von früheren Universen, wenn man sich die fein abgestimmte Kohärenz unseres eigenen Universums erklären will.

Nach dieser Betrachtungsweise ist der Kosmos ein in sich schöpferisches Etwas, das von allem, was existiert, Spuren bewahrt und erneuert. Das A-Feld ist eine Art aktives Gedächtnisfeld, das den Raum (es ist überall) und die Zeit erfüllt (es ist ewig). Es ist, als wären all die Fische und Pflanzen im Aquarium nichts als physische Manifestationen des Wassers und durch das Wasser auf eine Weise vernetzt, dass alles, was der einen Manifestation widerfährt, sich auf alle anderen auswirkt ein System gegenseitiger Abhängigkeit, wo in einem empfindlichen Gleichgewicht alles Lebende und die gesamte Natur ihre gemeinsame Evolution erfahren.


Die Poesie der kosmischen Vision

"Den Philosophen Indiens zufolge ist das ganze Universum aus zwei Stoffen zusammengesetzt, von denen sie den einen 'Akasha' nennen. Es ist das allgegenwärtige, alles durchdringende Dasein. Alles, was Gestalt hat, alles, was eine Zusammensetzung aufweist, ist aus diesem Akasha geworden.

Wenn die Summe aller Kräfte im Universum, geistig und physisch, sich wieder in ihren ursprünglichen Zustand aufgelöst hat, nennen wir sie 'Prana'. Als es weder ein Alles noch ein Nichts gab, als Dunkelheit in Dunkelheit gehüllt war, was gab es da? Da gab es das regungslose Akasha. ... Am Ende eines Zyklus beruhigten sich die Energien, die sich jetzt im Universum zeigen, und wurden zu Potential. Zu Beginn des nächsten Zyklus erwachen sie wieder zum Leben, wirken auf das Akasha und aus dem Akasha entfalten sich diese verschiedenen Formen..."


Swami Vivekananda

 

aus: Ervin Laszlo
"Zu Hause im Universum" - Die neue Vision der Wirklichkeit
Allegria Verlag - € 20,60 / SFr 31,90

ISBN 3-7934-2002-7

 

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