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11. September 2007
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Aufrufe: 4042
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Solar-Flugzeug fliegt auch in der Nacht
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54 Stunden in der Luft:
Unbemannter Flieger bricht Langzeitrekord
London - Insgesamt 54 Stunden lang ist das
Solar-Flugzeug Zephyr vom britischen Unternehmen Qinetiq
http://www.qinetiq1.com
erfolgreich über dem Militärgelände White Sands Missile Range in New Mexico
geflogen. Das unbemannte Flugzeug hat damit den Rekord für solarbetriebene
Leichtflugzeuge gebrochen, berichtet BBC-Online. Der bisherige längste Flug
eines unbemannten Gerätes wurde sogar um 24 Stunden übertroffen. Einen Eintrag
in das Buch der Rekorde wird es allerdings nicht geben, da die Federation
Aeronautique Internationale (FAI) über die Tests nicht informiert war.
"Das werden wir allerdings nachholen", meint der Qinetiq-Unternehmenssprecher. Denn im Rahmen des Projekts "High Altitude Long Endurance"
(HALE) wird es noch zahlreiche weitere Testflüge geben. Zephyr wurde
ursprünglich dazu konzipiert, um einen Heliumballon beim Flug zu fotografieren.
Der Ballon sollte den Höhenrekord brechen, schlug dann jedoch leck. Das
Rüstungsunternehmen Qinetiq beschloss dann, das Projekt des unbemannten "Strato-Flugzeugs"
weiterzuverfolgen. "Dieses Flugzeug soll sowohl militärische als auch zivile
Zwecke erfüllen", erklärt der Sprecher. Man könne das Gerät etwa zur
Beobachtung, zur Erstellung von Landkarten oder auch zur Feststellung von
Schäden bei Notfällen einsetzen. "Anwendungen für ein solches Flugzeug gibt es
viele", erklärt der Experte.
Angetrieben wird der insgesamt 31 Kilogramm schwere Zephyr, der eine
Flügelspannweite von 18 Metern hat, von zwei Propellern aus Elektromotoren.
Photovoltaik-Panele, die nicht dicker sind als ein Blatt Papier erzeugen die
nötige Energie. Darüber hinaus sorgt die Energie der Sonne aber auch noch für
die Ladung der Batterien, aus der die Motoren die Energie während der Dunkelheit
beziehen. Das Flugzeug wird per Hand gestartet und mit Handsteuerung bis in eine
Höhe von 3.000 Metern gebracht. "Auf der Erde haben wir alle Instrumente, die
dem eines Flugzeug-Cockpits entsprechen. Von dort aus wird das Flugzeug in seine
Position gebracht", erklärt Chris Kelleher, "Pilot" und technischer Direktor von
Zephyr. Bei seinem Testflug konnte der Flieger eine Höhe von 18.000 Metern
erreichen. "Da soll aber noch nicht Schluss sein", meint der Qinetiq-Sprecher.
Bewährt habe sich das Fluggerät in der unwirtlichen Gegend von New Mexico
allemal: es überstand Unwetter und die sengende Hitze der Wüste. (pte.at)
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