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Österreich Kopf-an-Kopf mit
Deutschland
Wien - In Österreichs Haushalten wurden im ersten
Halbjahr 2007 insgesamt 282.000 Tonnen Altpapier gesammelt. Die
durchschnittlichen 36,9 kg pro Kopf bedeuten einen neuen Rekord. "Ursachen sind
die erfreuliche Konjunktur, aber auch die ausgeprägte Bereitschaft der
Österreicher, Altpapier als wertvollen Rohstoff nicht in den Restmüll zu werden,
sondern in die Altpapier-Sammelbehälter", kommentiert Werner Knausz,
Geschäftsführer der Altpapier-Recycling- Organisationsgesellschaft (ARO)
http://www.aro.at. Die gute
wirtschaftliche Lage habe die Nachfrage nach Papierverpackungen sowie Zeitungen
und Zeitschriften angekurbelt.
Dabei schwanken die Ergebnisse der unterschiedlichen Bundesländer stark. So
weist die Statistik für Schlusslicht Tirol einen Wert von 28,8 kg pro Kopf aus,
während Wien mit 40,3 kg im Spitzenfeld liegt. Der Unterschied liegt in den
unterschiedlichen Zählsystemen. "In Wien wird gewerblicher Müll aus
Kleinbetrieben mitgezählt, in Tirol nicht", erklärt Knausz. Im internationalen Vergleich liege Österreich mit der aktuellen
Statistik im Spitzenfeld. "Wir kämpfen jedes Jahr mit Deutschland um den ersten
Platz im Ländervergleich. Da geht es nur um wenige Kilo Unterschied", weiß
Knausz.
13 Prozent des gesammelten Altpapiers sind Papier- und Kartonverpackungen, den
Rest machen Zeitungen und andere Druckerzeugnisse aus. "Vergangenes Jahr wurden
87 Prozent aller Papierverpackungen wiederverwertet, heuer dürften wir bei 88
Prozent liegen", erzählt Knausz stolz. Dabei glaubt Knausz nicht, dass das
steigende Bewusstsein für den Klimawandel etwas mit den hohen Werten zu tun hat:
"Den Österreichern ist die Mülltrennung in den vergangenen 30 Jahren ohnehin in
Fleisch und Blut übergegangen. Ich glaube nicht, dass Kampagnen gegen den
Klimawandel hier etwas bewirkt haben." (pte.at)
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