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aus dem ganzheitlichen Lebensbereich
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15. April 2009
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Aufrufe: 4096
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Alternativmedizin hilft bei Asthma und Allergien
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Stärke komplementärer
Behandlung liegt in der Prävention
Wien - Heilmittel der Komplementär- und Alternativmedizin
können die schulmedizinische Behandlung von Atemwegserkrankungen sinnvoll
ergänzen. Zu diesem Schluss kommen Lungenärzte, Pharmakologen und
Alternativmediziner am heutigen Mittwoch anlässlich einer Wiener
Pressekonferenz. Anlass dazu bildet der Welt-Allergie- und Asthma-Tag 2009, der
von der österreichischen Lungenunion
http://www.lungenunion.at
veranstaltet wird.
"Heilmittel der modernen Medizin wie inhalative Cortison-Präparate, die den
Entzündungsprozess der Atemwege unterdrücken, können durch Heilpflanzen,
Homöopathie oder Akupunktur sinnvoll ergänzt werden," betont der Lungenmediziner
Norbert Vetter vom Sozialmedizinischen Zentrum Baumgartner Höhe
http://www.wienkav.at/kav/ows. Der Arzt solle in der Behandlung alle
Möglichkeiten ausschöpfen, daher käme es auf die rechtzeitige Diagnose sowie auf
die Information des Patienten an, um Allergien, Asthma und auch COPD in den
Griff zu bekommen. Bei Asthma sei heute eine Symptom- und Beschwerdefreiheit
erreichbar, was die Teilnahme an allen Aktivitäten des täglichen Lebens
ermögliche. Behandlungsmöglichkeiten der Chronisch Obstruktiven
Atemwegserkrankung COPD hingen hingegen wesentlich vom Fortschritt der Krankheit
ab.
Entzündliche Atemwegserkrankungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Während
Experten den Anstieg von COPD auf das immer niedrigere Einstiegsalter
jugendlicher Raucher zurückführen, gibt es für die steigenden Zahlen von
Allergikern und Asthmatikern mehrere Theorien. "Sie sind möglicherweise der
Preis für Zivilisation und Hygiene", so Vetter. Viele
gefährliche Erreger könne man heute schon im Kindesalter erfolgreich bekämpfen,
was eine deutliche Senkung mehrerer tödlich verlaufender Krankheiten bewirkt
habe. "Zugleich ist dadurch jedoch das Abwehrsystem des Organismus inaktiv und
sucht sich neue potenzielle Erreger wie die Pollen", erklärt der Lungenfacharzt.
Johannes Saukel vom Department für Pharmakognosie der Universität Wien
http://www.univie.ac.at/pharmakognosie empfiehlt Eltern, Kindern die Zeit zu
gewähren, harmlose Atemwegsinfekte auszuheilen anstatt ihnen Antibiotika und
fiebersenkende Mittel unkritisch zu verabreichen. "Kinder schlittern sonst oft
von einem Infekt in den nächsten, was bleibende Schäden der Bronchialschleimhaut
auslösen kann. Diese bringen die Gefahr chronischer Entzündungen bis hin zur
Gewebszerstörung." Ein Zusammenhang zwischen der Gabe fiebersenkender Mittel im
Kleinkindalter und der späteren Entwicklung von Asthma und Funktionsstörungen
der Lunge sei mittlerweile nachgewiesen, so der Wiener Pharmakologe.
Heilpflanzen bilden laut Saukel eine Alternative oder Ergänzung zur
Unterstützung des Immunsystems, sowie altbewährte Mittel wie Essigpatschen oder
Brustwickel. "Die Erkrankung dauert dadurch zwar länger, doch wird damit eine
wirkliche Ausheilung begünstigt und Kinder können sich dadurch einiges an
chronischen Erkrankungen im Leben ersparen." Gegenüber Asthma und COPD liege das
Potenzial von Heilpflanzen besonders in vorbeugenden Maßnahmen, bemerkt der
Pharmakologe. Eine anerkannte Behandlung gebe es hingegen derzeit nicht, da der
wissenschaftliche Nachweis der Heilkraft noch ausstehe.
Dass auch die traditionelle chinesische Medizin (TCM) wesentlich zur Linderung
von Allergie- und Asthmabeschwerden beitragen kann, betont Alexander Mang von
der österreichischen Gesellschaft für Akupunktur
http://www.akupunktur.at
. "Die TCM ist kein Gegensatz zur Schulmedizin, sondern eine Ergänzung auf
ganzheitlicher Ebene." Eine Akupunktur-Kur für Allergiker solle bereits ein bis
zwei Monate vor Beginn der Pollensaison beginnen. Dabei werden Punkte genadelt,
die mit Augen und oberen Atemwege, mit der Lunge oder mit psychischen
Komponenten des Leidens in Zusammenhang stehen.
Wichtig sei in der TCM, das aktive Mitwirken des Patienten an der Behandlung zu
ermöglichen. "Spezielle Atem- oder Bewegungsübungen des Chi Gong oder die
Anwendung von Akupressur-Punkten kann der Patient nach Erlernen selbst anwenden
und dadurch im Bedarfsfall Linderung erreichen", so Mang. Erfolg zeige sich in
der Regel in der Besserung von Schlaf und Grundstimmung des Patienten, zudem sei
er oft motivierter, die vom Arzt verordneten Medikamente einzunehmen. (pressetext.austria)
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