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Suchergebnis zu dem Begriff: Sufis
 

Sufis
Allgemein als "die Mystiker des Islam" bezeich net/ was vermutlich nicht die ganze Wahrheit ist, denn es gibt Hinweise darauf, daß die Tradition der S. schon vor Mohammed bestand. Auf jeden Fall entfalteten sie im Islam ihre ausgedehntesten und sichtbarsten Aktivitäten. Die berühmtesten S. waren allesamt Muslime: etwa Dschallaludin Rumi, Ibn Arabi oder Al Ghasali.
Trotzdem übten die S. einen beträchtlichen Einfluß auf das geistige Leben des Abendlandes aus, was auch durch die maurische Besetzung Spaniens erleichtert wurde. Bei erstaunlich vielen historischen Persönlich keiten lassen sich Berührungen mit dem Gedankengut der S. nachweisen (z. B. Franz von Assisi, Roger Bacon, Dante), und Elemente ihrer Tradition finden sich u.a. bei den Troubadouren, den --> Freimaurern, den --> Rosenkreuzern und im --> Hexenkult.
Die --> Mystik der S. ist disziplinierter und weniger ekstatisch als die anderer Schulen. Gelegentliche Durchbrüche zum kosmischen Bewußtsein gelten bei ihnen nur als Vorstufe der --> Erleuchtung, ihr Ziel ist ein konstanter Zustand der absoluten Klarheit. Auch halten sie nichts davon, der Welt zu entsagen und sich aus dem tätigen gesellschaftlichen Leben zurückzuziehen. S. sind traditionell in --> Orden organisiert, die sich auf verschiedene Gründer berufen und deren Praxis sich stark voneinander unterscheiden kann. Auch im Westen sind zur Zeit die unterschiedlichsten Richtungen vertreten: Manche versuchen, den spezifisch islamischen Rahmen herzustellen, in dem die S. ihre großte Entfaltung gefunden haben; andere streben eine Spiritualität an, die den inneren Kern aller Religionen herausarbeitet und die zwar die überlieferten Techniken, aber nicht immer die überlieferten Formen hochhält.--> Derwisch, --> Gurdjieff.
Lit.: Idries Shah; Die Sufis. Köln 1981.
Ernest Scott: Die Geheimnisträger. München 1989.
Pir Vilayat Khan: Der Ruf des Derwisch. Essen 1982.

Quelle: Rainer Kakuska, “Der Esoterik-Leitfaden” Heyne Verlag (siehe “Bücher”)

 

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