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Suchergebnis zu dem Begriff: Hydrotherapie
 

Hydrotherapie
Der Glaube an die Heilkraft von Quellwasser ist auch heute noch weit verbreitet. Bei den Griechen und Römern gehörten die öffentlichen Bäder zum Alltag. Die Bäder hatten nicht nur therapeutischen Wert, sondern waren ein Art der Begegnung. Mit dem Untergang des römischen Reiches verschwanden auch die alten Bäder. Doch die Hydrotherapie lebte weiter. Im 18. Jahrhundert wurden die Bäder wieder modern. Badeorte wie Spa oder Bath in Avon wurden ein gesellschaftlicher Anziehungspunkt.
Die gegenwärtige Bedeutung der Hydrotherapie geht auf eine Behandlungsmethode des 19. Jahrhunderts zurück, die von Vincent Priessnitz eingeführt wurde. In seinem Heilbad in Böhmen verordnete er den Kurgästen neben dem Trinken von Quellwasser kalte Bäder und feuchte Wickel. Ein anderer begeisterter Verfechter der Bäder war Pfarrer Kneipp. In Deutschland und Österreich gründete er einige Kurzentren, die zum Teil auch heute noch bestehen. Er glaubte, die Behandlung mit Wasser hilft bei fast jeder heilbaren Krankheit.
Heute werden in den Kurbädern neben den traditionellen Wasseranwendungen noch andere Therapien wie Unterwassermassage angeboten.
Auch in der Naturheilkunde findet die Hydrotherapie Ver wendung. Kalte Bäder und feuchte Wickel werden hier bei Fieber und Erkältung benutzt.
Hydrotherapie hilft bei Rheuma, Arthritis, akuten Entzündungen und Verstauchungen. Die Wirksamkeit der Bäder lässt sich darauf zurückführen, dass die Heilquellen reich an Natrium, Kalzium und anderen Mineralien und Salzen sind. Jüngste Forschungen haben ergeben, dass diese Stoffe auch durch die Haut vom Körper aufgenommen werden.

Quelle: David Harvey (Hrsg.) “Handbuch Esoterik” Heyne Verlag (siehe “Bücher”)

 

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